Pallade Veneta - Personal der US-Botschaft aus dem Sudan ausgeflogen

Personal der US-Botschaft aus dem Sudan ausgeflogen


Personal der US-Botschaft aus dem Sudan ausgeflogen
Personal der US-Botschaft aus dem Sudan ausgeflogen / Foto: - - SPA/AFP

Im Sudan hat sich die RSF-Miliz nach eigenen Angaben mit dem US-Militär abgestimmt, um das Personal der US-Botschaft aus dem nordostafrikanischen Land auszufliegen. Sechs US-Militärflugzeuge hätten infolge dieser Abstimmung am Sonntagmorgen Diplomaten und deren Familien außer Landes gebracht, teilte die RSF-Miliz im Onlinedienst Twitter mit. Die RSF sagte zu, auch mit anderen Auslandsvertretungen zusammenzuarbeiten, um Ausländern eine "sichere Rückkehr in ihre Länder" zu ermöglichen.

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Die Miliz hatte sich zuvor bereiterklärt, "alle Flughäfen" im Sudan "teilweise" zu öffnen, um Ausländer zu evakuieren. Es war jedoch nicht möglich zu überprüfen, welche Flughäfen die RSF-Miliz und welche die Armee kontrolliert.

Im Sudan liefern sich Einheiten der Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) seit gut einer Woche erbitterte Kämpfe. Zuvor war eine Einigung zur Eingliederung der RSF-Miliz in die Streitkräfte gescheitert. Bei den Gefechten wurden bereits hunderte Menschen getötet und Tausende verletzt.

Die ersten Ausländer waren am Samstag außer Landes gebracht worden. Ein Schiff mit mehr als 150 Menschen aus verschiedenen Ländern erreichte die Hafenstadt Dschiddah in Saudi-Arabien. Neben 91 Saudiarabern waren nach Angaben des Außenministeriums in Riad auch Menschen aus Kuwait, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, Tunesien, Pakistan, Indien, Bulgarien, Bangladesch, den Philippinen, Kanada und Burkina Faso an Bord.

Auch andere Länder bemühen sich nach eigenen Angaben um eine Evakuierung ihrer Staatsbürger. Im Auswärtigen Amt in Berlin tagte am Samstag der Krisenstab. Am Mittwoch hatte die Bundesregierung einem Bericht des "Spiegel" zufolge eine Evakuierungsaktion für gut 150 Deutsche wegen der andauernden Kämpfe abbrechen müssen.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts erklärte, eine "niedrige dreistellige Zahl" deutscher Staatsbürger habe um eine Evakuierung aus dem Sudan gebeten. Allein für die bundeseigene deutsche Entwicklungsgesellschaft GIZ seien im Sudan 118 Menschen tätig, darunter 103 Mitarbeiter aus Deutschland.

D.Bruno--PV

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