Pallade Veneta - Großbritannien plant zusätzlichen Evakuierungsflug aus dem Sudan

Großbritannien plant zusätzlichen Evakuierungsflug aus dem Sudan


Großbritannien plant zusätzlichen Evakuierungsflug aus dem Sudan
Großbritannien plant zusätzlichen Evakuierungsflug aus dem Sudan / Foto: Christina ASSI - AFP

Großbritannien plant einen zusätzlichen Evakuierungsflug aus dem Sudan. Wie die Regierung am Sonntag in London mitteilte, soll das Flugzeug am Montag in der Hafenstadt Port Sudan am Roten Meer starten. Großbritannien hat in Port Sudan eine Konsularstelle eröffnet, um Menschen zu helfen, die den Sudan verlassen und per Schiff nach Saudi-Arabien ausreisen wollen.

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Wie der britische Außenminister James Cleverly mitteilte, hat Großbritannien inzwischen schon mehr als 2100 Menschen aus dem Sudan in Sicherheit gebracht. Die Evakuierungsflüge vom Luftwaffenstützpunkt Wadi Saeedna nördlich der Hauptstadt Khartum seien nun beendet, "aber unsere Rettungsbemühungen gehen von Port Sudan aus weiter", fügte Cleverly hinzu. Der letzte Evakuierungsflug der Royal Air Force von Wadi Saeedna war am Samstagabend gestartet.

Die Evakuierungsaktion war zunächst nur für Besitzer eines britischen Passes und deren Angehörige mit einer Aufenthaltsgenehmigung für Großbritannien geplant. Nach scharfer Kritik in Großbritannien wurden auch sudanesische Ärzte des britischen Gesundheitsdienstes NHS ausgeflogen, die ihre Familien im Sudan besucht hatten.

Briten und deren Angehörige, die vor den Kämpfen ans Rote Meer geflohen sind, sollen sich für den zusätzlichen Evakuierungsflug nun bis Montagvormittag am Internationalen Flughafen von Port Sudan einfinden. Eine Fregatte der Royal Navy, die "HMS Lancaster", ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ebenfalls vor Ort, um bei Evakuierungen über den Seeweg zu helfen.

Im Sudan kämpfen seit nunmehr gut zwei Wochen Armeeeinheiten unter dem Kommando von Militärmachthaber Abdel Fattah al-Burhan gegen die von General Mohamed Hamdan Daglo angeführte RSF-Miliz. Bei den Gefechten wurden nach offiziellen Angaben bereits mehr als 500 Menschen getötet. Es wird davon ausgegangen, dass die eigentliche Opferzahl viel höher ist. Unzählige Menschen sind wegen der Kämpfe zudem auf der Flucht.

Die Bundeswehr flog nach eigenen Angaben seit Sonntag vergangener Woche rund 780 Menschen aus über 40 Nationen aus dem Sudan aus, darunter 230 Deutsche.

L.Bufalini--PV

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