Pallade Veneta - TK: Krankenstand in Pflegebereich auf neuem Rekordhoch

TK: Krankenstand in Pflegebereich auf neuem Rekordhoch


TK: Krankenstand in Pflegebereich auf neuem Rekordhoch
TK: Krankenstand in Pflegebereich auf neuem Rekordhoch / Foto: STEFANIE LOOS - AFP/Archiv

Der Krankenstand bei Beschäftigten in der Pflege ist auf einem neuen Rekordhoch. Zwischen 2012 und 2022 stieg der Krankenstand in der Branche um 40 Prozent an, wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Pflegekräfte fehlten im Schnitt 28,8 Tage und damit 57 Prozent länger als alle bei der TK versicherten Beschäftigten.

Textgröße ändern:

Zu den häufigsten Gründen bei den Pflegekräften zählten mit jeweils 5,8 Tagen psychische Erkrankungen und Atemwegserkrankungen. Insbesondere letztere stiegen im Vergleich zum Vorjahr stark an. Pflegekräfte fielen im Schnitt 2,3 Tage aus diesem Grund aus. Aber auch in anderen Berufsgruppen nahmen die Fehltage wegen Atemwegserkrankungen zu.

Wegen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems waren Pflegekräfte im Schnitt 4,9 Tage krank geschrieben. Altenpflegekräfte waren durchschnittlich viereinhalb Tage länger krank als Krankenpflegekräfte.

"Der aktuelle Rekordwert verdeutlicht einmal mehr, wie stark diese Berufsgruppe belastet ist", erklärte Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. Nur wer selbst gesund sei, könne andere pflegen. Die Krankenkasse forderte bessere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte. "Nur mit den notwendigen Reformen im Krankenhaus- und Pflegebereich kann eine echte Entlastung bewirkt werden", fügte Ballast hinzu.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

40 Jahre Klimaberichterstattung: Von der Warnung zur Solarrevolution

Vor genau vierzig Jahren rückte der Klimawandel durch mediale Warnungen ins öffentliche Bewusstsein. Ein Rückblick auf die wissenschaftlichen Alarme, politische Meilensteine wie das Kyoto-Protokoll und das deutsche EEG sowie die bitteren Rückschläge in der Energiewende bis hin zur heutigen Extremwetterlage.

Spanien untersucht weiter Ursachen für Massenandrang von Migranten in Ceuta

Einen Monat nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika untersucht Spanien nach Regierungsangaben weiter die Ursachen der Vorkommnisse. "Wir ermitteln weiter", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Montag im Radiosender Cadena Ser. Zugleich prangerte der sozialistische Regierungschef "Falschinformationen" an, die durch eine "ultrarechte internationale Bewegung" verbreitet worden seien.

Bundesaußenminister Wadephul zu Besuch nach Tunesien aufgebrochen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist zu einem Besuch in den nordafrikanischen Mittelmeeranrainern Tunesien und Algerien aufgebrochen. "Mit Tunesien und Algerien teilen wir zentrale wirtschaftliche und sicherheitspolitische Anliegen", erklärte Wadephul am Montagmorgen vor seinem Abflug in Berlin. "Gemeinsam können wir das Mittelmeer zu einem Raum der Stärke zwischen unseren Kontinenten machen", fügte er hinzu.

Grüne fordern Merz zu mehr Entschlossenheit gegenüber Russland auf

Die Grünen haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem entschlosseneren Handeln gegen Russland wegen des Leipziger Drohnenvorfalls aufgefordert. "Die Bundesregierung muss endlich aufhören, zögerlich, verdruckst und verzagt zu sein", sagte Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag. Die Bundesregierung hat sich bislang nicht klar zur Urheberschaft der Leipziger Drohnenattacke geäußert, der Verdacht richtet sich vor allem gegen Russland.

Textgröße ändern: