Pallade Veneta - Union kritisiert Verschiebung des Haushaltsbeschlusses als "Affront"

Union kritisiert Verschiebung des Haushaltsbeschlusses als "Affront"


Union kritisiert Verschiebung des Haushaltsbeschlusses als "Affront"
Union kritisiert Verschiebung des Haushaltsbeschlusses als "Affront" / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Angesichts der absehbaren Verschiebung des Haushaltsbeschlusses im Bundeskabinett hat die Union der Regierung Versagen vorgeworfen. Die Koalition sorge mit der Verschiebung für einen "haushaltspolitischen GAU", sagte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Haase, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Dies ist ein Affront gegenüber dem Parlament und zeugt von Unfähig- und Unwilligkeit bei der Problemlösung", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Haase forderte die Koalition auf, sich "in Haushaltsklausur zu begeben und endlich ehrlich zu machen". Zuvor war bekannt geworden, dass Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) den geplanten Kabinettstermin am 21. Juni für die Entscheidung der Regierung über den Bundeshaushalt 2024 offensichtlich aufgibt. Aus dem Finanzministerium hieß es dazu am Donnerstag, in dem Ressort "geht man nicht davon aus", dass der Kabinettsbeschluss bis zu diesem Termin erfolge.

Wegen massiver Meinungsverschiedenheiten in der Ampel-Koalition über die Haushaltsplanung hatte Lindner bereits darauf verzichtet, wie üblich im März Eckpunkte für den neuen Haushalt sowie die mittelfristige Finanzplanung des Bundes vorzulegen. Damals hieß es aber noch, an dem Termin für die Kabinettsbefassung mit dem Haushaltsgesetz solle festgehalten werden.

Lindner, der sich aktuell in Japan aufhält, will in den kommenden Jahren die Schuldenbremse unbedingt einhalten. Er schließt zugleich jegliche Steuererhöhungen kategorisch aus. Umgekehrt gibt es erhebliche Mehrkosten etwa für die Bundeswehr, aber auch aufgrund der aktuellen Tarifabschlüsse für den öffentlichen Dienst und höhere Zinslasten für die Bundesschuld. Ab 2025 müsste zudem die von der Regierung geplante Kindergrundsicherung finanziert werden.

C.Grillo--PV

Empfohlen

40 Jahre Klimaberichterstattung: Von der Warnung zur Solarrevolution

Vor genau vierzig Jahren rückte der Klimawandel durch mediale Warnungen ins öffentliche Bewusstsein. Ein Rückblick auf die wissenschaftlichen Alarme, politische Meilensteine wie das Kyoto-Protokoll und das deutsche EEG sowie die bitteren Rückschläge in der Energiewende bis hin zur heutigen Extremwetterlage.

Spanien untersucht weiter Ursachen für Massenandrang von Migranten in Ceuta

Einen Monat nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika untersucht Spanien nach Regierungsangaben weiter die Ursachen der Vorkommnisse. "Wir ermitteln weiter", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Montag im Radiosender Cadena Ser. Zugleich prangerte der sozialistische Regierungschef "Falschinformationen" an, die durch eine "ultrarechte internationale Bewegung" verbreitet worden seien.

Bundesaußenminister Wadephul zu Besuch nach Tunesien aufgebrochen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist zu einem Besuch in den nordafrikanischen Mittelmeeranrainern Tunesien und Algerien aufgebrochen. "Mit Tunesien und Algerien teilen wir zentrale wirtschaftliche und sicherheitspolitische Anliegen", erklärte Wadephul am Montagmorgen vor seinem Abflug in Berlin. "Gemeinsam können wir das Mittelmeer zu einem Raum der Stärke zwischen unseren Kontinenten machen", fügte er hinzu.

Grüne fordern Merz zu mehr Entschlossenheit gegenüber Russland auf

Die Grünen haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem entschlosseneren Handeln gegen Russland wegen des Leipziger Drohnenvorfalls aufgefordert. "Die Bundesregierung muss endlich aufhören, zögerlich, verdruckst und verzagt zu sein", sagte Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag. Die Bundesregierung hat sich bislang nicht klar zur Urheberschaft der Leipziger Drohnenattacke geäußert, der Verdacht richtet sich vor allem gegen Russland.

Textgröße ändern: