Pallade Veneta - Zwei im Iran inhaftierte Franzosen freigelassen

Zwei im Iran inhaftierte Franzosen freigelassen


Zwei im Iran inhaftierte Franzosen freigelassen
Zwei im Iran inhaftierte Franzosen freigelassen / Foto: - - Saeid Dehghan's Twitter account/AFP

Zwei seit Monaten im Iran inhaftierte Franzosen sind frei gelassen worden. Beide seien nach ihrer Freilassung medizinisch behandelt worden und befänden sich auf dem Weg nach Frankreich, teilte das Außenministerium in Paris am Freitag mit. Außenministerin Catherine Colonna bekräftigte, dass Frankreich weiterhin die Freilassung aller im Iran inhaftierten Franzosen fordere.

Textgröße ändern:

"Endlich frei", schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Twitter. "Das ist eine Erleichterung. (...) Wir setzen uns weiter für die Rückkehr aller im Iran festgehaltenen Landsleute ein." Das Flugzeug, das die beiden zurück nach Frankreich bringen sollte, hob am frühen Nachmittag im Iran ab.

Der Reiseleiter Bernard Phelan, der die französische und die irische Staatsangehörigkeit besitzt, war Anfang Januar vorübergehend in einen Hungerstreik getreten und gesundheitlich stark geschwächt. Seine Schwester hatte mehrfach gewarnt, dass er in Haft sterben könne.

Der 64-jährige war im vergangenen Oktober auf einer Reise festgenommen und der Spionage beschuldigt worden. Er war zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Der 37 Jahre alte Benjamin Briere war im Mai 2020 festgenommen worden. Er wurde beschuldigt, Drohnenaufnahmen von "verbotenen Zonen" gemacht zu haben. Ein iranisches Gericht verurteilte ihn wegen Spionage zu acht Jahren Haft. Mitte Februar wurde er begnadigt, blieb aber weiterhin im Gefängnis. Er war ebenfalls in einen Hungerstreik getreten.

Das französische Außenministerium hatte immer wieder appelliert, die im Iran inhaftierten Franzosen freizulassen, die es als "Staatsgeiseln" bezeichnete.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Spanien untersucht weiter Ursachen für Massenandrang von Migranten in Ceuta

Einen Monat nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika untersucht Spanien nach Regierungsangaben weiter die Ursachen der Vorkommnisse. "Wir ermitteln weiter", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Montag im Radiosender Cadena Ser. Zugleich prangerte der sozialistische Regierungschef "Falschinformationen" an, die durch eine "ultrarechte internationale Bewegung" verbreitet worden seien.

Bundesaußenminister Wadephul zu Besuch nach Tunesien aufgebrochen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist zu einem Besuch in den nordafrikanischen Mittelmeeranrainern Tunesien und Algerien aufgebrochen. "Mit Tunesien und Algerien teilen wir zentrale wirtschaftliche und sicherheitspolitische Anliegen", erklärte Wadephul am Montagmorgen vor seinem Abflug in Berlin. "Gemeinsam können wir das Mittelmeer zu einem Raum der Stärke zwischen unseren Kontinenten machen", fügte er hinzu.

Grüne fordern Merz zu mehr Entschlossenheit gegenüber Russland auf

Die Grünen haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem entschlosseneren Handeln gegen Russland wegen des Leipziger Drohnenvorfalls aufgefordert. "Die Bundesregierung muss endlich aufhören, zögerlich, verdruckst und verzagt zu sein", sagte Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag. Die Bundesregierung hat sich bislang nicht klar zur Urheberschaft der Leipziger Drohnenattacke geäußert, der Verdacht richtet sich vor allem gegen Russland.

Präsidenten Russlands, Chinas und des Iran bei Gipfel in Kirgistan

In Kirgistan beginnt am Montag ein Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, zu dem unter anderen der russische Präsident Wladimir Putin, sein chinesischer Kollege Xi Jinping sowie der iranische Präsident Massud Peseschkian erwartet werden. Etwa ein Dutzend Staatenlenker wollen bei dem zweitägigen Treffen in der Hauptstadt Bischkek das 25-jährige Bestehen des Bündnisses begehen.

Textgröße ändern: