Pallade Veneta - Portugals Parlament beschließt Legalisierung von Sterbehilfe

Portugals Parlament beschließt Legalisierung von Sterbehilfe


Portugals Parlament beschließt Legalisierung von Sterbehilfe
Portugals Parlament beschließt Legalisierung von Sterbehilfe / Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA - AFP/Archiv

Nach langen und heftigen politischen Auseinandersetzungen hat das portugiesische Parlament ein Gesetz zur Legalisierung von Sterbehilfe verabschiedet. 129 der 230 Abgeordneten stimmten am Freitag für das Gesetz, es gab 81 Gegenstimmen. Damit wird Portugal eines der wenigen Länder, in denen es Menschen mit einer unheilbaren Krankheit erlaubt wird, ihrem Leid ein Ende zu setzen. Schätzungen portugiesischer Medien zufolge könnte das Gesetz im Herbst in Kraft treten.

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Linksgerichtete Abgeordnete in Portugal hatten in den vergangenen Jahren mehrmals versucht, Sterbehilfe zu legalisieren. Der Gesetzentwurf scheiterte jedoch an Vorbehalten des streng katholischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa und am Verfassungsgericht.

Der Gesetzestext wurde mehrmals umformuliert. Das Gesetz gilt nur für Erwachsene, die unter "anhaltenden" und "unerträglichen" Schmerzen leiden. Ausgenommen sind Menschen, die geistig nicht in der Lage sind, eine solche Entscheidung zu treffen.

Die Regelung gilt nur für Portugiesen und andere Menschen, die dauerhaft und legal im Land leben. Sie gilt also nicht für Ausländer, die nach Portugal reisen wollen, um dort Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen.

Gegner der Sterbehilfe zeigten sich enttäuscht, dass keine Volksabstimmung zu dem Thema abgehalten wurde. Sie hoffen, dass Abgeordnete der Opposition das Verfassungsgericht erneut bitten werden, das Gesetz zu prüfen.

Sterbehilfe ist in einigen wenigen europäischen Ländern erlaubt, darunter in den Benelux-Ländern, der Schweiz und in Spanien.

E.M.Filippelli--PV

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