Pallade Veneta - Erneut tödliche Zusammenstöße an Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan

Erneut tödliche Zusammenstöße an Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan


Erneut tödliche Zusammenstöße an Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan
Erneut tödliche Zusammenstöße an Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan / Foto: © AFP

Kurz vor geplanten Gesprächen über ein dauerhaftes Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan ist es am Freitag den zweiten Tag in Folge zu tödlichen Zusammenstößen an der Grenze gekommen. Das armenische Verteidigungsministerium teilte am Freitag mit, bei aserbaidschanischen Angriffen auf armenische Stellungen sei ein Soldat getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden. Das Verteidigungsministerium in Aserbaidschan erklärte, die armenischen Streitkräfte hätten das Feuer eröffnet.

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Dem armenischen Ministerium zufolge ließen die Kämpfe inzwischen nach. Zuvor hatte es mitgeteilt, dass die aserbaidschanischen Streitkräfte die Waffenruhe "in Richtung Sotk" verletzt hätten, indem sie Drohnen eingesetzt und mit schweren Waffen das Feuer auf armenische Stellungen in der Nähe des Dorfes Kut in der Provinz Gegharkunik eröffnet hätten.

Bereits am Donnerstag war bei Schusswechseln an der Grenze ein aserbaidschanischer Soldat getötet worden, vier armenische Militärangehörige wurden verletzt.

Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew sollen sich am Sonntag in Brüssel treffen. Die Friedensgespräche unter EU-Vermittlung sollen nach Angaben von EU-Ratspräsident Charles Michel dazu beitragen, "die Stabilität im Südkaukasus und die Normalisierung zwischen beiden Staaten" zu befördern.

Paschinjan warf Aserbaidschan am Donnerstag vor, die "Gespräche untergraben" zu wollen. Es gebe nur eine "sehr geringe" Chance, dass bei dem Treffen ein Friedensabkommen mit Aserbaidschan unterschrieben werde.

Erst in der vergangenen Woche hatten sich Vertreter Armeniens und Aserbaidschans nahe der US-Hauptstadt Washington zu von den USA vermittelten Gesprächen getroffen. US-Außenminister Antony Blinken hatte nach dem Treffen von "greifbaren Fortschritten in Richtung eines "dauerhaften Friedensabkommens" gesprochen.

Die beiden Kaukasusrepubliken Aserbaidschan und Armenien streiten seit dem Zerfall der Sowjetunion um die Grenzregion Berg-Karabach und lieferten sich bereits zwei Kriege um das Gebiet. Nach den jüngsten Kämpfen mit mehr als 6500 Toten im Jahr 2020 hatte Russland ein Waffenstillstandsabkommen vermittelt, das Armenien zur Aufgabe großer Gebiete zwang. Dennoch gibt es immer wieder tödliche Scharmützel an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze.

O.Merendino--PV

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