Pallade Veneta - Verschärfte Zugangsregeln für den Bundestag in Kraft getreten

Verschärfte Zugangsregeln für den Bundestag in Kraft getreten


Verschärfte Zugangsregeln für den Bundestag in Kraft getreten
Verschärfte Zugangsregeln für den Bundestag in Kraft getreten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach den mutmaßlichen Umsturzplänen einer Reichsbürger-Gruppierung sind am Montag verschärfte Zutrittsregeln für den Bundestag in Kraft getreten. Sie sehen "anlassunabhängige Sicherheitskontrollen" auch für Inhaber von Bundestagsausweisen sowie verschärfte Zuverlässigkeitsprüfungen bei der Ausgabe der Zugangsberechtigungen vor, wie der Bundestag mitteilte. Auch Abgeordnete würden "grundsätzlich verpflichtet, ihre Ausweise beim Zutritt an den Eingängen zu zeigen". Ehemalige Abgeordnete erhalten nicht mehr automatisch lebenslangen Zugang.

Textgröße ändern:

Anlass für die Änderungen seien die Ermittlungen des Generalbundesanwalts wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung aus der Reichsbürger-Szene gewesen, erklärte der Bundestag. Das Parlament verwies darauf, dass die ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann den Ermittlern zufolge Mitglied der Gruppe gewesen sein soll. Das Netzwerk soll auch die gewaltsame Erstürmung des Parlaments geplant haben. Daneben begründete der Bundestag die verschärften Zugangsregeln mit "Störungen von Mitgliedern der Gruppe Letzte Generation".

Das Ausweisverfahren für ehemalige Abgeordnete soll innerhalb eines Übergangszeitraums von sechs Monaten umgestellt werden, hieß es. Fortan erhalten sie demnach nur noch auf Antrag und nach einer Zuverlässigkeitsüberprüfung "einen Bundestagsausweis mit einer Gültigkeit für die jeweils aktuelle Wahlperiode".

Die Zuverlässigkeitsüberprüfungen für Inhaber von Bundestagsausweisen werden zudem fortan generell jährlich wiederholt, auch wenn der Ausweis länger gilt, hieß es. Weitere Gruppen würden verpflichtet, "vor Zugang in die Liegenschaften die Sicherheitsstrecke zu durchlaufen".

Auch die Kontrollen für die Einfahrt in das "unterirdische Erschließungssystem" des Bundestags würden intensiviert, erklärte das Parlament. Dabei handelt es sich um ein Tunnelsystem, das die unterschiedlichen Bundestagsgebäude miteinander verbindet und über das auch der gesamte Lieferverkehr für das Parlament abgewickelt wird. Es hat nur einen einzigen Zugang.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Präsidenten Russlands, Chinas und des Iran bei Gipfel in Kirgistan

In Kirgistan beginnt am Montag ein Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, zu dem unter anderen der russische Präsident Wladimir Putin, sein chinesischer Kollege Xi Jinping sowie der iranische Präsident Massud Peseschkian erwartet werden. Etwa ein Dutzend Staatenlenker wollen bei dem zweitägigen Treffen in der Hauptstadt Bischkek das 25-jährige Bestehen des Bündnisses begehen.

Erstes Ministertreffen von neuem Verteidigungsbündnis in Istanbul

Minister des neuen Militärbündnisses aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan kommen am Montag erstmals zu Beratungen in Istanbul zusammen. Bei dem Treffen soll nach Angaben der türkischen Regierung ein mit den Außen- und Verteidigungsministern sowie Militärchefs der drei Länder besetzter gemeinsamer verteidigungspolitischer "Strategie-Ausschuss" gebildet werden. Zudem soll über eine Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten, Kooperationen in der Rüstungsindustrie und die Kompatibilität der Armeen beraten werden.

Klingbeil berät mit G20-Finanzministern im US-Bundesstaat North Carolina

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nimmt ab Montag an einem zweitägigen Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbanker in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina teil. Klingbeil werde am Rande des Treffens auch bilaterale Gespräche mit wichtigen Partnern wie dem kanadischen Finanzminister und der indischen Finanzministerin führen, sagte eine Ministeriumssprecherin in Berlin. Für Dienstag steht demnach ein Besuch im BMW-Werk in South Carolina auf dem Programm.

Außenminister Wadephul besucht Tunesien und Algerien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) besucht am Montag und Dienstag die nordafrikanischen Mittelmeeranrainer Tunesien und Algerien. In Tunis sind am Montag Gespräche mit seinem Kollegen Mohamed Nafti geplant sowie Treffen mit Vertretern deutscher Unternehmen im Land und tunesischer Start-ups.

Textgröße ändern: