Pallade Veneta - Britische Innenministerin Braverman entgeht einer Ethik-Untersuchung

Britische Innenministerin Braverman entgeht einer Ethik-Untersuchung


Britische Innenministerin Braverman entgeht einer Ethik-Untersuchung
Britische Innenministerin Braverman entgeht einer Ethik-Untersuchung / Foto: Daniel LEAL - AFP

Die britische Innenministerin Suella Braverman entgeht in der Affäre um ein Verkehrsvergehen einer internen Untersuchung, die möglicherweise ihre Karriere hätte beenden können. Premierminister Rishi Sunak erklärte am Mittwoch, er habe in dem Fall Rücksprache mit seinem Ethikberater gehalten und sei zum Schluss gekommen, bei den Anschuldigungen "keinen Bruch des Ministerkodex" feststellen können.

Textgröße ändern:

Braverman stand wegen des Verdachts unter Druck, sich nach einem Verkehrsdelikt um Vorzugsbehandlung bemüht zu haben. Nach Informationen der "Sunday Times" hatte die konservative Politikerin Beamte ihres Ministeriums gebeten, sich für sie um einen privaten an Stelle eines öffentlichen Fahrkurses als Strafe für zu schnelles Fahren zu bemühen. Auf diese Weise wollte sie laut dem Blatt drei Strafpunkten entgehen und verhindern, dass sie den Kurs in einer Gruppe absolvieren musste. Ihre Bitte wurde demnach abgelehnt.

Die Opposition hatte Braverman vorgeworfen, sie habe möglicherweise gegen die Regeln für Minister verstoßen, indem sie nicht-politische Beamte zur Klärung einer privaten Angelegenheit genutzt habe. Daher forderte sie eine Untersuchung.

"Ich habe versucht herauszufinden, ob angesichts meiner persönlichen Umstände als von Sicherheitskräften beschützter Ministerin maßgeschneiderte Vereinbarungen möglich sind", schrieb Braverman an Sunak. "Mir ist bewusst, dass einige Leute dies so ausgelegt haben, dass ich versucht habe, einer Strafe zu entgehen – das war zu keinem Zeitpunkt die Absicht." Sie bedauere "zutiefst", dass ihr Handeln womöglich diesen Eindruck entstehen haben lasse und entschuldigte sich "für die entstandene Abklenkung".

Sunak schloss eine formale Untersuchung zwar aus. In einem veröffentlichten Brief an das Innenministerium gab er jedoch an, dass ein anderes Verhalten von Braverman wünschenswert gewesen sei, um "den Eindruck einer Unangemessenheit" zu vermeiden.

Sunak war bereits für seine Entscheidung kritisiert worden, die für ihre harte Haltung gegen Migranten umstrittene Innenministerin im Amt zu bestätigen, obwohl sie kurz zuvor in der Vorgängerregierung zurücktreten musste, weil sie ihre private E-Mailadresse für Dienst-Mails genutzt hatte.

C.Conti--PV

Empfohlen

Venezuelas Ex-Präsident Maduro meldet sich aus US-Haft zu Wort

Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär hat sich der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro aus dem Gefängnis zu Wort gemeldet. Er sei "standhaft", schrieb er in einer am Sonntag im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Botschaft an seine Landsleute in Venezuela. Dazu veröffentlichte er Fotos, die ihn offenbar in seinem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn zeigen.

Militär: USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag erstmals seit Wochen wieder Ziele im Iran angegriffen. Dabei sei die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus attackiert worden, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom. Der Angriff galt demnach zwei Raketen-Abschussstellungen, an denen die iranischen Revolutionsgarden den Abschuss von mit Seeminen bestückten Raketen vorbereitet hätten, erklärte Centcom-Sprecher Tim Hawkins.

Bevölkerung von Guinea-Bissau stimmt über Stärkung des Präsidenten ab

Im westafrikanischen Guinea-Bissau hat die Bevölkerung über eine Verfassungsänderung abgestimmt, mit der die Rolle des Staatspräsidenten gestärkt werden soll. Die Abstimmungslokale schlossen am Sonntagabend, erste Ergebnisse des Referendums werden für Dienstag erwartet. Die Beteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei über 55 Prozent.

Frankreichs Ex-Premier Philippe will konservative Parteien in neuem Bündnis einen

Knapp acht Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich will der Mitte-Rechts-Kandidat Edouard Philippe die konservativen Parteien in einem neuen Wahlbündnis oder einer neuen Partei einen. Es gehe darum, "die neue Partei oder den neuen Parteienverbund zu schmieden, der es allen, die ihre Kräfte im Dienste des Landes bündeln wollen ermöglicht, gemeinsam zu regieren", sagte der Vorsitzende der Partei Horizons am Sonntag bei einer Veranstaltung im nordfranzösischen Tourcoing.

Textgröße ändern: