Pallade Veneta - Proteste in Leipzig gehen mit Barrikaden und Attacken auf Polizisten weiter

Proteste in Leipzig gehen mit Barrikaden und Attacken auf Polizisten weiter


Proteste in Leipzig gehen mit Barrikaden und Attacken auf Polizisten weiter
Proteste in Leipzig gehen mit Barrikaden und Attacken auf Polizisten weiter / Foto: Jens Schlueter - AFP

In Leipzig sind die gewalttätigen Proteste nach dem Hafturteil gegen die Linksextremistin Lina E. in der Nacht zum Sonntag weiter gegangen. In der Stadt gebe es "an verschiedenen Stellen Zusammenrottungen von augenscheinlich gewaltbereiten" Menschen, teilte die sächsische Polizei am Samstagabend im Onlinedienst Twitter mit. Einsatzkräfte seien attackiert sowie Barrikaden errichtet und in Brand gesetzt worden.

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Feuerwehr und Polizei löschten demnach gemeinsam die Barrikaden. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit mehreren Hundertschaften im Einsatz und stellte sich "auf einen gewalttätigen Verlauf in dieser Phase des Einsatzes" ein. "Wir rufen zur Besonnenheit auf, um die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen", hieß es in der Twitter-Mitteilung.

In einer Mitteilung der Polizeidirektion Leipzig war ebenfalls von der Errichtung von Barrikaden die Rede. Um die brennenden Barrikaden zu löschen, habe die Polizei Wasserwerfer eingesetzt. Betroffen von den Krawallen war demnach insbesondere der Stadtteil Connewitz. Ein Polizeiposten sei mit Steinen attackiert worden.

Bereits in der Nacht zum Samstag hatte es gewaltsame Zusammenstöße zwischen der Polizei und mutmaßlich linksextremen Demonstranten gegeben. Fünf Männer, die dabei festgenommen wurden, wurden am Samstag dem Haftrichter am Amtsgericht Leipzig vorgeführt, wie die Polizei mitteilte.

Gegen alle fünf Beschuldigten wurde demnach Haftbefehl wegen schweren Landfriedensbruchs erlassen. Sie würden in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Es handelt sich den Angaben zufolge um zwei 28-Jährige und drei Männer im Alter von 20, 25 und 32 Jahren.

Lina E. und drei mitangeklagte Männer waren am Mittwoch wegen gewalttätiger Überfälle auf Rechtsextremisten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die linke Szene mobilisierte aus Protest bundesweit für eine sogenannte "Tag-X-Demo" am Samstag. Wegen der Demonstrationsaufrufe hat sich die Polizei auf einen Großeinsatz vorbereitet, zumal es schon im Vorfeld zu Ausschreitungen gekommen war.

H.Ercolani--PV

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