Pallade Veneta - Iran eröffnet Botschaft in Saudi-Arabien nach sieben Jahren wieder

Iran eröffnet Botschaft in Saudi-Arabien nach sieben Jahren wieder


Iran eröffnet Botschaft in Saudi-Arabien nach sieben Jahren wieder
Iran eröffnet Botschaft in Saudi-Arabien nach sieben Jahren wieder / Foto: Fayez Nureldine - AFP/Archiv

Nach siebenjähriger Schließung hat der Iran am Dienstag seine Botschaft in Saudi-Arabien wiedereröffnet. Es sei ein "wichtiger Tag in den Beziehungen zwischen der Islamischen Republik Iran und dem Königreich Saudi-Arabien", sagte der stellvertretende iranische Außenminister Aliresa Bigdeli bei einer Zeremonie. "Die Zusammenarbeit zwischen den Ländern tritt in eine neue Ära ein."

Textgröße ändern:

Das mehrheitlich sunnitisch-muslimische Saudi-Arabien und der mehrheitlich schiitische Iran hatten ihre Beziehungen im Jahr 2016 abgebrochen, nachdem Demonstranten im Iran diplomatische Vertretungen Saudi-Arabiens angegriffen hatten. Auslöser der Angriffe war die Hinrichtung des bekannten schiitischen Geistlichen Nimr al-Nimr in Saudi-Arabien.

Die nun wiedereröffnete iranische Botschaft befindet sich in ihren früheren Räumlichkeiten im Diplomatenviertel von Riad. Die Wiedereröffnung folgt einer von China vermittelten Annäherung zwischen den beiden rivalisierenden Regionalmächten. Im März vereinbarten Teheran und Riad, ihre Botschaften wieder zu öffnen und auf die Wiederaufnahme der Beziehungen hinzuarbeiten. Saudi-Arabien hat allerdings noch nicht bekanntgegeben, wann es seine Botschaft in Teheran wieder öffnen wird.

Saudi-Arabien und der Iran rivalisieren im Nahen Osten um Einfluss. So unterstützt Riad im Jemen-Krieg die Regierungstruppen, während Teheran hinter den schiitischen Huthi-Rebellen steht.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Klingbeil sucht bei G20-Treffen in USA nach neuen Handelspartnern

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will beim G20-Finanzministertreffen in den USA neue Partnerschaften knüpfen. "Wir suchen die Kooperation mit allen, die wie wir auf offenen und regelbasierten Handel, auf Verlässlichkeit und Zusammenarbeit setzen", erklärte Klingbeil vor seiner Abreise nach Asheville im US-Bundesstaat North Carolina am Sonntag. Er werde unter anderem mit seinen Amtskollegen aus Indien, Kanada und Großbritannien darüber beraten.

Dähling kritisiert EEG-Reform und Netzpaket als Bremse der Energiewende

Die Energieexpertin Carolin Dähling kritisiert scharf die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur EEG-Reform und zum Netzpaket. Sie warnt davor, dass durch neue Hürden für Wind- und Solarkraftwerke eine große wirtschaftliche Chance vertan werde. Zudem bleibt die versprochene Senkung der Stromsteuer weiterhin aus.

Rechtsextremer Minister Ben Gvir ist "stolz" auf schlechte Haftbedingungen in Israel

Der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir hat in einem Video damit geprahlt, die Bedingungen für palästinensische Häftlinge verschlechtert zu haben. "Die Ferienlager in den Gefängnissen sind vorbei", sagte Ben Gvir in der am Sonntag von ihm veröffentlichten Aufnahme, die ihn beim Besuch einer Frauen-Haftanstalt zeigt. Der Minister reagierte darin auf die Beschwerde einer Insassin und verwies auf die Behandlung der israelischen Hamas-Geiseln im Gaza-Krieg.

Isländer stimmen in Referendum gegen EU-Beitrittsverhandlungen

Island nimmt keine neuen Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union (EU) auf: Die Bürgerinnen und Bürger des nordischen Inselstaats haben sich in einem Referendum mit 52,8 Prozent gegen eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ausgesprochen, wie der Sender RUV am Sonntag nach Auszählung aller Stimmen meldete. Die Befürworter lagen demnach bei 47,2 Prozent. Das Ergebnis ist ein schwerer Rückschlag für Brüssel - die EU ist sehr an einer Mitgliedschaft Islands interessiert.

Textgröße ändern: