Pallade Veneta - Bande soll mehr als 560 Menschen in Lastwagen nach Deutschland geschleust haben

Bande soll mehr als 560 Menschen in Lastwagen nach Deutschland geschleust haben


Bande soll mehr als 560 Menschen in Lastwagen nach Deutschland geschleust haben
Bande soll mehr als 560 Menschen in Lastwagen nach Deutschland geschleust haben / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Bei einer internationalen Razzia sind Ermittler gegen ein mutmaßliches Schleusernetz vorgegangen, das mehr als 560 Menschen in Lastwagen versteckt illegal nach Deutschland gebracht haben soll. Wie die Bundespolizei in Potsdam mitteilte, wurden dabei am Mittwoch sechs Verdächtige aufgrund vorab erlassener Haftbefehle gefasst. Eine Festnahme erfolgte in Deutschland, vier in Rumänien und eine in Bulgarien.

Textgröße ändern:

Laut Bundespolizei handelte es sich um eine gemeinsame Aktion von Ermittlern aus Deutschland, Rumänien, Bulgarien und Serbien. Auch die österreichische Polizei und die EU-Polizeibehörde Europol waren beteiligt. Die Ermittlungen waren demnach durch Aufgriffe von türkischen und syrischen Staatsbürgern an den deutschen Grenzen zu Österreich, Tschechien und Polen ausgelöst worden.

Das Netzwerk habe Migranten auf der Schleusungsetappe von Rumänien nach Deutschland "unter menschenunwürdigen Bedingungen" auf Ladeflächen von Lastwagen versteckt, hieß es. Dort mussten sie tagelang ausharren. Die mehr als 560 Menschen wurden demnach bei 68 einzelnen Schleusungen transportiert.

Bei der Razzia vom Mittwoch wurden 15 Objekte durchsucht, elf davon in Rumänien. Das Netzwerk soll laut Bundespolizei Migranten von der Türkei aus über die sogenannte Balkanroute nach Deutschland gebracht haben. Rund 200 Einsatzkräfte waren bei der Aktion im Einsatz, bei der unter anderem auch drei teure Autos sowie Bargeld und diverse Beweismittel beschlagnahmt wurden.

Die auf die Zerschlagung des Netzwerks gerichteten Ermittlungen wurden seit Dezember von einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe unter deutscher, rumänischer und serbischer Beteiligung geführt. In Serbien wurde demnach bereits im Juli 2022 ein Beschuldigter festgenommen. Der Gruppe wird neben den Schleusungen nach Deutschland auch der illegale Transport von mehr als 300 Menschen nach Rumänien vorgeworfen, wie die Bundespolizei am Mittwoch weiter mitteilte.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Klingbeil sucht bei G20-Treffen in USA nach neuen Handelspartnern

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will beim G20-Finanzministertreffen in den USA neue Partnerschaften knüpfen. "Wir suchen die Kooperation mit allen, die wie wir auf offenen und regelbasierten Handel, auf Verlässlichkeit und Zusammenarbeit setzen", erklärte Klingbeil vor seiner Abreise nach Asheville im US-Bundesstaat North Carolina am Sonntag. Er werde unter anderem mit seinen Amtskollegen aus Indien, Kanada und Großbritannien darüber beraten.

Dähling kritisiert EEG-Reform und Netzpaket als Bremse der Energiewende

Die Energieexpertin Carolin Dähling kritisiert scharf die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur EEG-Reform und zum Netzpaket. Sie warnt davor, dass durch neue Hürden für Wind- und Solarkraftwerke eine große wirtschaftliche Chance vertan werde. Zudem bleibt die versprochene Senkung der Stromsteuer weiterhin aus.

Rechtsextremer Minister Ben Gvir ist "stolz" auf schlechte Haftbedingungen in Israel

Der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir hat in einem Video damit geprahlt, die Bedingungen für palästinensische Häftlinge verschlechtert zu haben. "Die Ferienlager in den Gefängnissen sind vorbei", sagte Ben Gvir in der am Sonntag von ihm veröffentlichten Aufnahme, die ihn beim Besuch einer Frauen-Haftanstalt zeigt. Der Minister reagierte darin auf die Beschwerde einer Insassin und verwies auf die Behandlung der israelischen Hamas-Geiseln im Gaza-Krieg.

Isländer stimmen in Referendum gegen EU-Beitrittsverhandlungen

Island nimmt keine neuen Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union (EU) auf: Die Bürgerinnen und Bürger des nordischen Inselstaats haben sich in einem Referendum mit 52,8 Prozent gegen eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ausgesprochen, wie der Sender RUV am Sonntag nach Auszählung aller Stimmen meldete. Die Befürworter lagen demnach bei 47,2 Prozent. Das Ergebnis ist ein schwerer Rückschlag für Brüssel - die EU ist sehr an einer Mitgliedschaft Islands interessiert.

Textgröße ändern: