Pallade Veneta - Moskau meldet Abwehr von ukrainischer Offensive in ukrainischer Region Saporischschja

Moskau meldet Abwehr von ukrainischer Offensive in ukrainischer Region Saporischschja


Moskau meldet Abwehr von ukrainischer Offensive in ukrainischer Region Saporischschja
Moskau meldet Abwehr von ukrainischer Offensive in ukrainischer Region Saporischschja / Foto: Handout - Russian Defence Ministry/AFP/Archiv

Russische Streitkräfte haben nach Angaben aus Moskau in der Nacht zum Donnerstag eine Offensive der ukrainischen Armee im Süden der Ukraine abgewehrt. Die ukrainischen Kräfte seien nach zweistündigen Gefechten zurückgeschlagen worden, erklärte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Kiew äußerte sich dazu zunächst nicht. Die Überschwemmungen durch die Teilzerstörung des Kachowka-Staudamms erstreckten sich nach Angaben der Behörden inzwischen auf eine Fläche von 600 Quadratkilometern.

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Schoigu erklärte, um 01.30 Uhr Ortszeit hätten die ukrainischen Truppen mit 1500 Soldaten und 150 gepanzerten Fahrzeugen in der Region Saporischschja versucht, "unsere Verteidigungslinien zu durchstoßen". Im Verlauf zweistündiger Gefechte sei der "Feind" gestoppt worden und habe sich nach schweren Verlusten zurückgezogen.

"Die speziell für diesen Vorstoß formierten feindlichen Kräfte haben ihre Aufgabe nicht erfüllt", erklärte der russische Verteidigungsminister weiter. Die ukrainische Seite habe 30 Panzer, elf Kampffahrzeuge sowie "bis zu 350 Mann" verloren. Die Angaben Schoigus konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Die ukrainische Seite machte zunächst keine Angaben. Kiew spricht seit Monaten davon, eine große Gegenoffensive vorzubereiten, um die von Russland besetzten Gebiete zurückzuerobern, darunter auch die 2014 annektierte Halbinsel Krim. Nach Einschätzung von Beobachtern waren vermehrte "offensive Aktionen" der ukrainischen Seite in den vergangenen Wochen entlang der Frontlinie die Vorboten dieser Gegenoffensive.

Derweil machte der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, am Donnerstag neue Angaben zum Ausmaß der Überschwemmungen nach der Teilzerstörung des Kachowka-Staudamms im Süden der Ukraine. "600 Quadratkilometer der Region Cherson stehen unter Wasser, davon 32 Prozent am rechten Ufer und 68 Prozent am linken", von Russland kontrollierten Ufer des Dnipro, erklärte er in Onlinemedien.

Nach Angaben der Verwaltung der Region wurden seit Dienstag auf ukrainischer Seite rund 2200 Menschen aus den Überschwemmungsgebieten evakuiert. Viele weitere Menschen seien auf eigene Faust geflohen. Auf der von der Ukraine kontrollierten Seite des Flusses wurden "insgesamt 20 Ortschaften und 2629 Häuser" überflutet, wie die ukrainischen Rettungsdienste mitteilten. Mehr als 20.000 Menschen waren dem ukrainischen Energieministerium zufolge weiterhin ohne Strom.

Die Fluten überschwemmten zudem Teile der von der Ukraine kontrollierten Regionalhauptstadt Cherson. Der Wasserstand lag nach Angaben einer Mitarbeiterin des örtlichen Wetterdienstes bei 5,33 Metern über dem Normalwert.

Zu möglichen Todesopfern lagen weiterhin nur wenige Informationen vor. Fünf Menschen seien ertrunken, sagte der von Moskau eingesetzte Bürgermeister der Stadt Nowa Kachowka. Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe des Staudamms. Nach Angaben der russischen Besatzungsbehörden wurden auf der von Russland besetzten Seite mittlerweile 4500 Menschen evakuiert.

Trotz der Überflutungen dauerten die gegenseitigen Angriffe der Kriegsparteien an. Der von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, erklärte im Onlinedienst Telegram, zwei Menschen seien in einem Ort im von Russland kontrollierten Teil der Region an einer Evakuierungsstelle durch ukrainischen Beschuss getötet worden. Vom ukrainischen Innenministerium hieß es, durch russischen Beschuss auf das Zentrum der Stadt Cherson seien neun Menschen verletzt worden. Regionalgouverneur Prokudin zufolge ist auch ein deutscher Helfer unter ihnen.

Der im russisch besetzten Gebiet der Region Cherson liegende Kachowka-Staudamm am Dnipro wurde in der Nacht zum Dienstag durch eine Explosion teilweise zerstört. Große Mengen Wasser traten aus und überfluteten weite Gebiete der Südukraine. Die Ukraine und Russland machen sich gegenseitig für die Explosion verantwortlich.

E.M.Filippelli--PV

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