Pallade Veneta - Neun Tote und zehn Verletzte nach islamistischem Angriff auf Hotel in Mogadischu

Neun Tote und zehn Verletzte nach islamistischem Angriff auf Hotel in Mogadischu


Neun Tote und zehn Verletzte nach islamistischem Angriff auf Hotel in Mogadischu
Neun Tote und zehn Verletzte nach islamistischem Angriff auf Hotel in Mogadischu / Foto: Hassan Ali ELMI - AFP

Bei einem Angriff der islamistischen Shebab-Miliz auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Angaben der Polizei sechs Zivilisten und drei Sicherheitskräfte getötet sowie zehn Menschen verletzt worden. Sicherheitskräfte hätten die sechsstündige Belagerung des Hotels Pearl Beach in der Nacht zu Samstag beendet, indem sie die Rebellen erschossen hätten, berichtete der Sender SNTV am Samstag. Nach Polizeiangaben wurden 84 Menschen aus dem Gebäude gerettet.

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Sicherheitskreise bestätigten gegenüber der Nachrichtenagentur AFP das Ende des Angriffs. Ein AFP-Journalist berichtete von zahlreichen Rettungswagen in der Nähe des Hotels.

Augenzeugen hatten am Freitagabend von Schüssen und Explosionen an dem Hotel am beliebten Lido Beach berichtet. "Ich war in der Nähe des Pearl Beach Restaurants, als sich (eine) heftige Explosion vor dem Gebäude ereignete", sagte etwa Abdirahim Ali.

Zu dem Angriff bekannte sich die mit Al-Kaida verbündete radikalislamische Shebab-Miliz, die seit 2007 gegen die von der internationalen Gemeinschaft unterstützte somalische Regierung kämpft. Die Rebellen hatten bereits 2020 ein Hotel am Strand angegriffen. Zehn Zivilisten und ein Polizist wurden damals getötet.

In einem Bericht an den UN-Sicherheitsrat im Februar erklärte UN-Generalsekretär António Guterres, 2022 sei das Jahr mit der höchsten Zahl an getöteten Zivilisten in Somalia seit 2017 gewesen. Das bislang blutigste Attentat in der Geschichte des Landes wurde im Oktober 2017 verübt: Damals wurden 512 Menschen bei der Explosion eines Lastwagens getötet, rund 300 weitere Menschen wurden verletzt. Die Behörden hatten dafür ebenfalls die Shebab-Miliz verantwortlich gemacht.

120 Kilometer südlich von Mogadischu kam es am Freitag zu einem Zwischenfall, bei dem Behördenangaben zufolge 22 Menschen getötet wurden, darunter mindestens zwei Kinder. Wie Bezirksvertreter Abdi Ahmed Ali sagte, explodierten nahe der Stadt Qoryloley mehrere Blindgänger. Anwohner Ibrahim Hassan sagte der AFP, die meisten Opfer seien "junge Kinder", die "sofort starben, als eines von ihnen einen Sprengsatz in der Nähe eines Spielplatzes berührte".

Die Region ist immer wieder Ziel von Angriffen durch die Shebab-Miliz. Behördenvertreter Ali forderte Hilfe bei der Räumung von nicht detonierten Mörsergranaten, die seinen Angaben zufolge in der gesamten Region verstreut sind.

O.Merendino--PV

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