Pallade Veneta - Nordkorea feuert zwei Kurzstreckenraketen ab

Nordkorea feuert zwei Kurzstreckenraketen ab


Nordkorea feuert zwei Kurzstreckenraketen ab
Nordkorea feuert zwei Kurzstreckenraketen ab / Foto: STR - KCNA VIA KNS/AFP/Archiv

Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas und Japans zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte erklärte am Donnerstag, die beiden ballistischen Raketen seien zwischen 19.25 und 19.37 Uhr (Ortszeit, 12.25 und 12.37 Uhr MESZ) vom Gebiet Sunan aus ins Ostmeer abgeschossen worden. Das Ostmeer ist auch als Japanisches Meer bekannt.

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"Für den Fall weiterer Provokationen haben wir die Überwachung erhöht und halten uns in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten bereit", erklärte der Generalstab weiter. Südkorea richtet derzeit gemeinsam mit den USA eine großangelegte Militärübung aus. Pjöngjang hatte angesichts dessen vor einer "unvermeidbaren" Antwort gewarnt.

Japans Verteidigungsministerium bestätigte den nordkoreanischen Raketenstart und teilte mit, die beiden ballistischen Raketen seien in die rund 200 Seemeilen breite Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) vor der Küste Japans gestürzt. Ministerpräsident Fumio Kishida sagte, es gebe keine Berichte über Schäden. Er nannte die Raketenstarts einen "rücksichtslosen Akt", mit dem die Provokationen gegen die internationale Gemeinschaft ausgeweitet würden.

Die USA verurteilten die Raketenstarts in einer gemeinsamen Erklärung mit Südkorea und Japan. "Diese Starts sind klare Verstöße gegen zahlreiche Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen", erklärten die drei Länder. "Sie zeigen die Bedrohung, welche die rechtswidrigen Massenvernichtungswaffen- und Ballistische-Raketen-Programme Nordkoreas für die Region, internationalen Frieden und Sicherheit und die weltweiten Regeln zur Nichtverbreitung (von Atomwaffen) darstellen." Die USA bekräftigten zudem ihre "eisernen" Sicherheitszusagen an Japan und Südkorea.

Der Vorfall ist der jüngste in einer Abfolge verbotener Waffentests durch Nordkorea. Seit Beginn des Jahres hatte Pjöngjang immer wieder Raketen getestet, darunter auch seine mächtigste Interkontinentalrakete. Im vergangenen Monat versuchte das Land, einen Spionagesatelliten ins All zu schießen, was allerdings misslang.

Im vergangenen Jahr hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sein international isoliertes Land zur "unumkehrbaren Atommacht" erklärt und dazu aufgerufen, die Waffenproduktion zu verstärken, darunter auch taktische Atomwaffen. Angesichts der sich zuspitzenden Lage verstärkte Südkorea seine militärische Zusammenarbeit mit den USA.

P.Colombo--PV

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