Pallade Veneta - Mindestens 37 Tote bei Angriff dschihadistischer Rebellen auf Schule in Uganda

Mindestens 37 Tote bei Angriff dschihadistischer Rebellen auf Schule in Uganda


Mindestens 37 Tote bei Angriff dschihadistischer Rebellen auf Schule in Uganda
Mindestens 37 Tote bei Angriff dschihadistischer Rebellen auf Schule in Uganda / Foto: - - AFP

Bei einem Angriff dschihadistischer Rebellen auf eine Schule im Westen Ugandas sind mindestens 37 Menschen getötet worden. Die Armee erklärte am Samstag, Kämpfer der Rebellengruppe Alliierte Demokratische Kräfte (ADF) hätten Schüler bei lebendigem Leib verbrannt oder mit Macheten getötet. Die Armee nahm nach dem nächtlichen Angriff die Verfolgung der Rebellen auf, die in Richtung des nahegelegenen Nachbarlandes Demokratische Republik Kongo geflohen seien.

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Bislang seien 37 Leichen geborgen worden, teilte Armeesprecher Felix Kulayigye mit. Zunächst hatten die Behörden von 25 Todesopfern - allesamt Schüler - sowie von acht lebensgefährlich Verletzten berichtet. Laut Kulayigye nahmen die Angreifer zudem sechs Geiseln.

Es handelt sich um den tödlichsten Angriff in Uganda seit einem Doppel-Attentat in der Hauptstadt Kampala im Jahr 2010, bei dem 76 Menschen starben. Zu der Tat hatte sich damals die radikalislamische somalische Shebab-Miliz bekannt.

Nach Angaben der Polizei griffen nun ADF-Kämpfer eine Schule in der Nähe von Bwera an. Sie brannten demnach in der Lhubiriha-Oberschule in Mpondwe Schlafsäle nieder und plünderten ein Lebensmittellager.

Die betroffene Schule ist weniger als zwei Kilometer von der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo entfernt, wo die ADF-Rebellen vor allem aktiv sind. Armee- und Polizeieinheiten verfolgten die Angreifer nach eigenen Angaben in Richtung des Virunga-Nationalparks in dem Nachbarland.

Armeesprecher Dick Olum sagte AFP, nach Geheimdiensterkenntnissen seien die ADF-Rebellen mindestens zwei Tage vor dem Angriff auf die Schule in der Gegend aufgetaucht. Sie verfügten demnach über detaillierte Informationen über die Schule wie etwa die Lage der Schlafsäle für Jungen und für Mädchen.

"Deswegen haben die Rebellen den Jungen-Schlafsaal verriegelt und angezündet", fügte Olum hinzu. Die Mädchen hätten aus ihrem Schlafsaal fliehen können, seien dann aber von den Rebellen mit Macheten angegriffen worden. Einige Opfer seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Die ursprünglich aus Uganda kommende und mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat verbündete Rebellengruppe ADF wird beschuldigt, seit den 1990er Jahren tausende Zivilisten getötet zu haben. Als ihren Rückzugsort nutzt sie den riesigen Virunga-Nationalpark, in dem einige seltene Tierarten wie der Berggorilla leben.

Dem IS den Treueeid leisteten die ADF-Rebellen im Jahr 2019. Die USA setzten Anfang März eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar (4,6 Millionen Euro) für Hinweise aus, die zur Ergreifung von ADF-Chef Musa Baluku führen.

R.Lagomarsino--PV

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