Pallade Veneta - Dutzende Tote bei Angriff von Islamisten auf Schule in Uganda

Dutzende Tote bei Angriff von Islamisten auf Schule in Uganda


Dutzende Tote bei Angriff  von Islamisten auf Schule in Uganda
Dutzende Tote bei Angriff von Islamisten auf Schule in Uganda / Foto: - - AFP

Beim Angriff islamistischer Milizionäre auf eine Schule in Uganda sind mindestens 41 Menschen getötet worden, die meisten davon Schüler. Nach Armeeangaben überfielen die Angreifer die Oberschule im Ort Mpondwe nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo in der Nacht zum Samstag, setzten einen verschlossenen Schlafsaal in Brand und töteten ihre Opfer durch Schüsse und mit Macheten. Mindestens sechs Menschen wurden von den Angreifern entführt.

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Armee und Polizei machten die islamistische Miliz Alliierte Demokratische Kräfte (ADF) für den Angriff verantwortlich. Die Kämpfer flohen nach dem Angriff in Richtung des Virunga-Nationalparks im Nachbarland Demokratische Republik Kongo; die Armee nahm die Verfolgung auf.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den "abscheulichen Angriff" und forderte die sofortige Freilassung der Geiseln. Das US-Außenministerium zeigte sich "bestürzt". Papst Franziskus erklärte, er bete für die "jungen Opfer des brutalen Angriffs".

Nach den Worten der ugandischen Bildungsministerin Janet Museveni verbrannten 17 Jungen in ihrem verschlossenen Schlafsaal, wo sie sich laut Augenzeugen vor den Angreifern verschanzt hatten. 20 Schülerinnen seien mit Macheten getötet wurden. Laut den Ermittlern wurden zudem ein Sicherheitsmann und drei weitere Erwachsene getötet.

Viele Angehörige der teilweise bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Opfer warteten am Sonntag weiter auf Nachricht über das Schicksal ihrer Kinder. Viele Tote können nur noch durch DNA-Untersuchungen identifiziert werden.

Es handelt sich um den tödlichsten Angriff in Uganda seit einem Anschlag in der Hauptstadt Kampala im Jahr 2010, bei dem 76 Menschen getötet wurden. Zu der Tat hatte sich damals die radikalislamische somalische Shebab-Miliz bekannt.

Die angegriffene Schule liegt weniger als zwei Kilometer von der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo entfernt, wo die ADF-Miliz vor allem aktiv ist. Armeesprecher Dick Olum sagte der Nachrichtenagentur AFP, nach Geheimdiensterkenntnissen seien die ADF-Kämpfer mindestens zwei Tage vor dem Angriff auf die Schule in der Gegend aufgetaucht. Nun müsse untersucht werden, wieso der Angriff nicht vereitelt worden sei.

Die ursprünglich aus Uganda stammende mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verbündete Gruppe ADF wird beschuldigt, seit den 90er Jahren tausende Zivilisten getötet zu haben. Als ihren Rückzugsort nutzt sie den riesigen Virunga-Nationalpark, in dem seltene Tierarten wie der Berggorilla leben.

2019 leisteten die ADF-Rebellen dem IS den Treueeid. Die USA setzten Anfang März eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar (4,6 Millionen Euro) für Hinweise aus, die zur Ergreifung von ADF-Chef Musa Baluku führen.

R.Zaccone--PV

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