Pallade Veneta - UN-Generalsekretär ruft zu dringender Unterstützung für den Sudan auf

UN-Generalsekretär ruft zu dringender Unterstützung für den Sudan auf


UN-Generalsekretär ruft zu dringender Unterstützung für den Sudan auf
UN-Generalsekretär ruft zu dringender Unterstützung für den Sudan auf / Foto: Ed JONES - AFP

Angesichts der andauernden Kämpfe im Sudan hat UN-Generalsekretär António Guterres die internationale Gemeinschaft zu dringender Unterstützung aufgerufen. "Das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit welcher der Sudan auf Tod und Zerstörung zusteuert, ist beispiellos", sagte Guterres am Montag bei einer Geberkonferenz. Ohne starke internationale Hilfe könne sich das Land zu einem "Ort der Gesetzlosigkeit" entwickeln und die Unsicherheit in der ganzen Region verstärken.

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Seit Mitte April wird das nordostafrikanische Land von Kämpfen zwischen der Armee von Militärmachthaber Abdel Fattah al-Burhan und der paramilitärischen RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo erschüttert. Mehr als 2000 Menschen wurden seither getötet, mehr als 2,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Mehrere vereinbarte Waffenruhen wurden von den Konfliktparteien gebrochen.

Mit der Geberkonferenz wollen die Vereinten Nationen Hilfen für zwei Bereiche mobilisieren: zum einen für die Bewältigung der humanitären Krise im Land, zum anderen für die vor der Gewalt Geflüchteten außerhalb des Landes. Drei Milliarden US-Dollar (2,75 Milliarden Euro) werden dafür in diesem Jahr benötigt, bislang sind allerdings nur 17 Prozent der Summe zusammengekommen.

Im Vergleich zu der großen Hilfsbereitschaft kurz nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs im vergangenen Jahr kommt die Unterstützung für den Sudan nach UN-Angaben nur langsam in Gang. "Die Situation in Darfur und Karthum ist katastrophal. Überall wüten Kämpfe, die Menschen werden zu Hause und auf den Straßen angegriffen", betonte Guterres. Die bereits vor dem Beginn der Kämpfe bestehende humanitäre Krise habe sich zu einer Katastrophe ausgeweitet, von der mehr als die Hälfte der Menschen im Land betroffen seien.

Die vor allem digital stattfindende Geberkonferenz wurde unter anderem von der EU, Deutschland, Saudi-Arabien, Ägypten, Katar, der Afrikanischen Union und verschiedenen UN-Organisationen ins Leben gerufen.

G.Riotto--PV

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