Pallade Veneta - Ein Rettungshelfer in Cherson bei russischem Angriff getötet

Ein Rettungshelfer in Cherson bei russischem Angriff getötet


Ein Rettungshelfer in Cherson bei russischem Angriff getötet
Ein Rettungshelfer in Cherson bei russischem Angriff getötet / Foto: Olexander Kornyakov - AFP

Bei einem russischen Angriff im südukrainischen Cherson ist ukrainischen Angaben zufolge ein Rettungshelfer getötet worden. Acht weitere Helfer, die nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms für Aufräumarbeiten vor Ort waren, wurden bei dem Angriff verletzt, wie der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko am Dienstag auf Telegram mitteilte. Klymenko nannte den Vorfall einen Beweis für "die Niedertracht und Angst" des russischen Militärs. Die Verletzten würden notfallmedizinisch versorgt, fügte der Minister hinzu.

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Laut Präsidentenberater Andrij Jermak wurden die Mitarbeiter des staatlichen Katastrophenschutzes verletzt, als sie unter Beschuss gerieten, sechs von ihnen seien in einem "lebensbedrohlichen Zustand". Laut Jermak waren die Helfer damit beschäftigt, Schlamm zu beseitigen.

Die Stadt Cherson und weitere Ortschaften, die unweit des betroffenen Staudamms am Ufer des Dnipro liegen, wurden nach der Beschädigung am 6. Juni überflutet. Am Montag hatte Kiew mitgeteilt, dass die Zahl der Toten durch die Überschwemmungen auf der von der Ukraine kontrollierten Seite des Dnipro auf 18 gestiegen sei. 31 weitere Menschen würden noch vermisst. Demnach ertranken 14 der Opfer, vier weitere Menschen starben durch Beschuss während der Evakuierung.

Auf dem von Russland besetzten Ufer des Dnipro kamen nach Angaben russischer Staatsmedien 38 Menschen durch die Flut ums Leben.

Ukrainische Behörden hatten hunderte Helfer in die überflutete Region geschickt, um den Betroffenen Hilfe zu leisten. Der Wasserpegel ist den Behörden zufolge mittlerweile wieder zurückgegangen.

Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig, den Staudamm beschädigt zu haben. Beide Seiten wiesen dies zurück. Der Stausee versorgt die von Russland annektierte Halbinsel Krim mit Wasser. Zudem wurde spekuliert, ob eine Beschädigung des Damms die ukrainische Gegenoffensive beeinträchtigen könnte.

H.Ercolani--PV

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