Pallade Veneta - Vier Tote bei Schusswaffenangriff im Westjordanland

Vier Tote bei Schusswaffenangriff im Westjordanland


Vier Tote bei Schusswaffenangriff im Westjordanland
Vier Tote bei Schusswaffenangriff im Westjordanland / Foto: AHMAD GHARABLI - AFP

Bei einem Schusswaffenangriff nahe einer Siedlung im besetzten Westjordanland sind israelischen Angaben zufolge vier Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen wurden verletzt, wie der israelische Rettungsdienst am Dienstag mitteilte. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete den Angriff als "schockierend und abscheulich", das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte den "Anschlag (...) auf das Schärfste".

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Nach Angaben der israelischen Armee eröffneten zwei Angreifer in der Nähe einer Tankstelle unweit der israelischen Siedlung Eli das Feuer. Sie seien "neutralisiert" worden. Ein Zivilist habe einen der "Terroristen neutralisiert", teilte die Armee mit. Sie machte keine näheren Angaben dazu, ob er getötet wurde. Der zweite Angreifer sei auf der Flucht nahe der Stadt Tubas "neutralisiert" worden.

Das palästinensische Gesundheitsministerium erklärte, die Leiche eines "von der israelischen Besatzung erschossenen" Mannes sei in einem Krankenhaus in Tubas eingetroffen.

Unter den Toten des Angriffs nahe der israelischen Siedlung sind zwei Bewohner aus Eli und ein junger Mann, der in Zentralisrael wohnte. Die Identität des vierten Toten war zunächst nicht bekannt.

Israels Ministerpräsident Netanjahu sagte, die israelischen Streitkräfte "arbeiten vor Ort daran, mit den Mördern abzurechnen". Diejenigen, "die uns angegriffen haben, sind entweder im Grab oder im Gefängnis, und so wird es auch hier sein".

Ein Sprecher der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas bezeichnete den Angriff als "Antwort auf die Verbrechen der (israelischen) Besatzung" in Dschenin und anderen Orten im Westjordanland. Bei einer Razzia der israelischen Armee in einem Flüchtlingslager in Dschenin waren am Montag sechs Palästinenser getötet und mehr als 90 weitere verletzt worden.

Der Islamische Dschihad lobte am Dienstag die "heldenhafte Kommandooperation" und bezeichnete sie als Ausübung des "legitimen Rechts auf Selbstverteidigung" der Palästinenser.

Das Bundesaußenministerium in Berlin erklärte, "solche Terrorangriffe sind durch nichts zu rechtfertigen". Die Absicht der Terroristen, "Hass zu säen und weitere Gewalt zu entfachen, darf nicht verfangen".

Israel hält das Westjordanland seit dem Sechs-Tage-Krieg im Jahr 1967 besetzt. In dem Gebiet leben rund 2,9 Millionen Palästinenser und etwa 500.000 Israelis. Seit Jahresbeginn hat die Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt deutlich zugenommen. Dabei starben vor dem Schusswaffenangriff bei Eli mindestens 166 Palästinenser, 21 Israelis, ein Ukrainer und ein Italiener.

L.Guglielmino--PV

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