Pallade Veneta - Berliner CDU-Chef Wegner rät Merz zu mehr Gelassenheit

Berliner CDU-Chef Wegner rät Merz zu mehr Gelassenheit


Berliner CDU-Chef Wegner rät Merz zu mehr Gelassenheit
Berliner CDU-Chef Wegner rät Merz zu mehr Gelassenheit / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat dem CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz zu mehr Gelassenheit im Umgang mit innerparteilicher Kritik geraten. "Ich empfehle jedem, ein bisschen entspannter mit solchen Dingen umzugehen", sagte Wegner dem "Spiegel" nach Angaben vom Freitag mit Blick auf Merz’ jüngste Reaktionen auf den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU). "Entscheidend in der Politik ist immer, wie man reagiert."

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Merz hatte zuvor Wüst ins Visier genommen, der als möglicher Konkurrent um die Kanzlerkandidatur der Union für die Bundestagswahl 2025 gilt. Der CDU-Chef hatte dabei am vergangenen Sonntag im ZDF konkret gesagt: "Die Unzufriedenheit, auch in den Ländern, auch leider in Nordrhein-Westfalen, (...) ist fast genauso groß wie die mit der Bundesregierung." Die Kritik an den eigenen Leuten war bei vielen in der CDU nicht gut angekommen.

Wüst hatte zuvor gefordert, die Landesverbände in die Entscheidung über einen Unions-Kanzlerkandidaten einzubinden. Der rheinland-pfälzische CDU-Landeschef Christian Baldauf äußerte dafür Verständnis. "Ein Kanzlerkandidat oder eine Kanzlerkandidatin braucht auf jeden Fall die breite Rückendeckung der Partei und ihrer Landesverbände", sagte er dem "Spiegel" Er kritisierte allerdings die aktuellen Diskussionen in seiner Partei. "Eine Personaldebatte zum jetzigen Zeitpunkt macht keinen Sinn."

Der 47-jährige Wüst ist Vorsitzender der mitgliederstarken NRW-SPD. Er hat sich in den vergangenen Wochen zu möglichen Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur der Union bedeckt gehalten. Im Juni hatte Wüst bekräftigt, seine Aufgaben lägen "aktuell in Nordrhein-Westfalen". Der Antwort auf die Frage, wie er "aktuell" definiere, wich Wüst aus.

A.Rispoli--PV

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