Pallade Veneta - Hardt und Hofreiter sehen Russland im Kampf gegen Ukraine geschwächt

Hardt und Hofreiter sehen Russland im Kampf gegen Ukraine geschwächt


Hardt und Hofreiter sehen Russland im Kampf gegen Ukraine geschwächt
Hardt und Hofreiter sehen Russland im Kampf gegen Ukraine geschwächt / Foto: STRINGER - AFP

Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt sieht im Aufstand der Wagner-Söldner in Russland eine Chance für die Ukraine. "In jedem Fall schwächt es Russland im Kampf gegen die Ukraine", sagte Hardt am Samstag im Deutschlandfunk. "Diese Söldner-Truppen sind ja jetzt nicht mehr im Einsatz gegen die ukrainischen Streitkräfte, sondern sie sind sozusagen aus ukrainischer Sicht neutralisiert."

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Komme es in Russland zum offenen Konflikt zwischen russischer Armee und Wagner-Söldnern, würden auch reguläre russische Kräfte durch den Aufstand gebunden, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion weiter. Sie könnten dann in der Ukraine nicht zum Einsatz kommen. Hardt betonte gleichzeitig, die Ereignisse seien schwer vorhersehbar. "Ich halte in den nächsten Wochen und Monaten in Russland alles für möglich - leider eben auch blutige innere Kämpfe."

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne). Wenn es "zu kriegerischen Auseinandersetzungen innerhalb Russlands" komme, werde Russlands Präsident Wladimir Putin "seinen Fokus aufs Inland legen müssen, um seine Macht zu erhalten", sagte er der Funke Mediengruppe am Samstag. "Das kann es den Ukrainern erleichtern, besetzte Gebiete zurückzuerobern und die Kontrolle über ihr Staatsgebiet zurückzuerlangen."

Vieles hänge nun davon ab, wie sich die russische Nationalgarde gegenüber den Einheiten der Söldner-Truppe Wagner von Jewgeni Prigoschin verhalte, sagte Hofreiter weiter. "Gleichzeitig muss sich zeigen, ob die Wagner-Truppen weiterhin zu Prigoschin stehen und den Marsch auf Moskau fortsetzen."

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), sprach auf Twitter von einer "Demütigung Putins" vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Er könne nicht sagen, "ob das russische Verbrecherregime ernsthaft wankt". Aber in einer "knallharten Diktatur" komme es "einem Super-GAU gleich, wenn jemand die Macht des absoluten Herrschers infrage stellt".

"Der Putschversuch Prigoschins hat unabhängig von seinem Ausgang massive Konsequenzen für andere Konflikte und Regionen", schrieb Roth weiter auf Twitter. Er nannte in Afrika den Sudan, Mali und Libyen sowie in Osteuropa Belarus, Armenien und Aserbaidschan. "Überall sind Wagner-Truppen im Auftrag des russischen Regimes involviert."

F.Amato--PV

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