Pallade Veneta - Vier Tote und 47 Verletzte nach russischem Raketenangriff auf Kramatorsk

Vier Tote und 47 Verletzte nach russischem Raketenangriff auf Kramatorsk


Vier Tote und 47 Verletzte nach russischem Raketenangriff auf Kramatorsk
Vier Tote und 47 Verletzte nach russischem Raketenangriff auf Kramatorsk / Foto: Genya SAVILOV - AFP

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Restaurant in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind am Dienstag nach Angaben der Behörden mindestens vier Menschen getötet und 47 weitere verletzt worden. Bei dem Angriff wurde das Restaurant Ria Pizza im Zentrum der Stadt zerstört, das bei Journalisten und Militärangehörigen beliebt war. Wie die ukrainische Polizei mitteilte, feuerte Russland zwei Boden-Luft-Raketen vom Typ S-300 auf die Stadt ab.

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"Vier Menschen, darunter ein junges Mädchen von 17 Jahren, wurden getötet", teilte die ukrainische Staatsanwaltschaft im Messengerdienst Telegram mit. Durch den Raketeneinschlag sei ein Brand ausgelöst worden. Unter den Trümmern könnten weitere Menschen liegen, weshalb die genaue Opferzahl noch unklar sei.

Laut Innenministerium war unter den Todesopfern auch ein 2008 geborener Minderjähriger. Ein 2022 geborenes Kind sei verletzt worden, hieß es auf Telegram.

Die Rettungskräfte meldeten 47 Verletzte. Darunter waren drei Kolumbianer - der bekannte Autor Hector Abad, der Politiker Sergio Jaramillo und die Journalistin Catalina Gomez, die sich mit der ukrainischen Schriftstellerin Victoria Amelima in dem Restaurant zum Essen getroffen hatten, wie Abad und Jaramillo in einer gemeinsamen Mitteilung erklärten. Die 37-jährige Amelima, deren Werke unter anderem ins Deutsche und Englische übersetzt wurden, schwebe in Lebensgefahr, hieß es. Sie sei am Kopf verletzt.

Neben dem Restaurant wurden Wohnungen, Geschäfte, Autos und eine Post sowie mehrere weitere Gebäude beschädigt, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Eine Journalistin von AFP sah vor Ort Rettungswagen, Polizei, Soldaten und den Bürgermeister der Stadt. Vor dem Restaurant versammelten sich zahlreiche Bewohner der Stadt.

In dem Restaurant habe sich zur Zeit des Angriffs "eine große Zahl Zivilisten" aufgehalten, erklärte der Gouverneur der Region Donezk, Pawlo Kyrylenko.

"Da waren viele Leute drin - es sind Kinder unter den Trümmern", sagte Jewgen, der mit zwei Freunden zu Abend gegessen hatte. "Wir wollten gerade gehen". Doch nun liege einer seiner Freunde unter den Trümmern, sagte er AFP.

Ihr 23-jähriger Halbbruder Nikita habe in der Nähe des Pizzaofens gestanden, als der Angriff erfolgt sei, schilderte Natalia unter Tränen. "Sie kriegen ihn nicht heraus, er ist verschüttet. Dachziegel sind auf ihn gefallen."

Kramatorsk war vor dem Krieg eine Stadt mit 150.000 Einwohnern und ist die letzte Großstadt unter ukrainischer Kontrolle im Osten des Landes. Sie liegt etwa 30 Kilometer von der Front entfernt.

U.Paccione--PV

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