Pallade Veneta - Biden wirbt unter dem Schlagwort "Bidenomics" für seine Wirtschaftspolitik

Biden wirbt unter dem Schlagwort "Bidenomics" für seine Wirtschaftspolitik


Biden wirbt unter dem Schlagwort "Bidenomics" für seine Wirtschaftspolitik
Biden wirbt unter dem Schlagwort "Bidenomics" für seine Wirtschaftspolitik / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Unter dem Schlagwort "Bidenomics" hat US-Präsident Joe Biden für seine Wirtschaftspolitik geworben. "'Bidenomics' dreht sich um die Zukunft", sagte Biden, der sich bei der Präsidentschaftswahl 2024 um eine zweite Amtszeit bewirbt, am Mittwoch bei einer Rede in Chicago. "'Bidenomics' ist eine andere Art zu sagen, stellt den amerikanischen Traum wieder her."

Textgröße ändern:

Biden warb für seine Politik umfassender Investitionen. "Wenn wir in unsere Menschen investieren, dann stärken wir die Mittelklasse und sehen Wirtschaftswachstum, von dem alle Amerikaner profitieren", sagte der Politiker der Demokratischen Partei. "Das ist der amerikanische Traum." Dagegen hätten 40 Jahre des "Trickle Down" den amerikanischen Traum behindert. Die sogenannte Trickle-Down-Theorie besagt im Wesentlichen, dass der Wohlstand der Reichsten im Verlauf der Zeit nach unten in ärmere Schichten "durchrieselt".

Biden fährt seit seinem Amtsantritt im Januar 2021 einen Kurs massiver Investitionen in Bereiche wie Klimaschutz, Infrastruktur und die Produktion von Mikrochips. Der 80-Jährige hat stets betont, Wirtschaftswachstum müsse über die Mittelklasse laufen.

Der Begriff "Bidenomics" ist eine Anlehnung an und zugleich Abgrenzung von dem Begriff "Reaganomics", der die unter dem republikanischen Präsidenten Ronald Reagan (1981 bis 1989) verfolgte neoliberale Wirtschaftspolitik bezeichnet. Biden wirft den Republikanern vor, mit ihrer Politik den Reichen zu dienen, wohingegen er selbst sich für die Arbeiter- und Mittelklasse einsetze.

Die Wirtschaftspolitik dürfte ein zentrales Wahlkampfthema im Rennen um das Weiße Haus im kommenden Jahr werden. Allerdings hat Biden dabei einen schweren Stand: Laut einer Umfrage vom Mai schneidet sein Vorgänger Donald Trump bei der Bewertung der Wirtschaftspolitik 18 Prozentpunkte besser ab als Biden.

Der Präsident nimmt für sich in Anspruch, die US-Wirtschaft aus der Krise der Corona-Pandemie geführt zu haben. Er kann zwar auf eine seit Monaten sehr niedrige Arbeitslosigkeit verweisen. Die USA leiden aber seit dem vergangenen Jahr unter hoher Inflation, auch wenn diese in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen ist. Außerdem könnte die US-Wirtschaft im Verlauf des Jahres in eine leichte Rezession rutschen.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Proteste erwartet: Frankreichs Rechtspopulisten treffen sich zu Parteitag in Orléans

Frankreichs Rechtspopulisten kommen am Wochenende zu einem Parteitag in Orléans zusammen. Der Chef des Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, stellt sich am Samstag ohne Gegenkandidaten zur Wiederwahl. Am Sonntag steht eine Rede von RN-Fraktionschefin Marine Le Pen auf dem Programm. Mit dem Auftritt vor rund 10.000 Anhängern will sie offiziell ihren Präsidentschaftswahlkampf eröffnen. Sechs Monate vor der Wahl liegt Le Pan in Umfragen derzeit weit vorn.

Eine Woche nach Ausschreitungen: Neue landesweite Proteste in Frankreich

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich finden am Samstag neue landesweite Proteste statt. Nach Angaben des Innenministeriums werden rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Für die Demonstrationen gelten strenge Auflagen, in Paris wurde nur ein Protestmarsch genehmigt, dessen Route verkürzt wurde. Die Behörden in Lyon haben Demonstrationen im Stadtzentrum untersagt. In Marseille darf nur eine Gewerkschaftskundgebung stattfinden.

Betrug mit Kryptowährung: Verfahren gegen Argentiniens Staatschef Milei eingestellt

In Argentinien ist das Strafverfahren gegen Präsident Javier Milei und seine Schwester im Zusammenhang mit einem groß angelegten Kryptowährungsbetrug eingestellt worden. "Die gemeldeten Ereignisse stellen keine Straftat dar", entschied der Richter Marcelo Martínez de Giorgi in einem Urteil, das von der Nachrichtenagentur AFP am Freitag eingesehen wurde.

CDU-Außenpolitiker: "Trump steht aktuell auf der Seite Russlands"

US-Präsident Donald Trump hat sich im Ukraine-Krieg nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen auf die Seite des russischen Staatschefs Wladimir Putin gestellt. Trump wolle "den Konflikt mit einem Deal beenden, für den er zu weitgehenden Konzessionen bereit ist", sagte der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe).

Textgröße ändern: