Pallade Veneta - Mehr als 300 Festnahmen bei erneuten Ausschreitungen in Frankreich

Mehr als 300 Festnahmen bei erneuten Ausschreitungen in Frankreich


Mehr als 300 Festnahmen bei erneuten Ausschreitungen in Frankreich
Mehr als 300 Festnahmen bei erneuten Ausschreitungen in Frankreich / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Bei erneuten Ausschreitungen in Frankreich sind in der Nacht zum Sonntag wieder hunderte Menschen festgenommen worden. Laut einer Zwischenbilanz des französischen Innenministeriums von 01.30 Uhr lag die Zahl der Festnahmen bei 322. Zu Unruhen kam es demnach unter anderem wieder im Raum Paris, in Marseille und Lyon. Allein in der Hauptstadtregion gab es demnach 126 Festnahmen.

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Es war die fünfte Nacht in Folge, in der es zu Ausschreitungen in Frankreich kam. Innenminister Gérald Darmanin hatte am Samstagabend angekündigt, dass wieder 45.000 Polizisten und Gendarmen mobilisiert würden - dieselbe Zahl wie in der Nacht zuvor. In der Nacht zum Samstag hatte es landesweit mehr als 1300 Festnahmen gegeben.

Auslöser der Unruhen war der Tod des 17-Jährigen Nahel M., der am Dienstag von einem Polizisten bei einer Verkehrskontrolle in der Pariser Vorstadt Nanterre erschossen worden war. Präsident Emmanuel Macron sagte wegen der Ausschreitungen einen ab Sonntag geplanten Staatsbesuch in Deutschland ab.

Nach Einschätzung des SPD-Außenpolitikers Michael Roth stellen die schweren Ausschreitungen eine Gefahr für die "Stabilität des Landes" dar. Der französische Staat müsse "mit aller Konsequenz" gegen die Gewalt vorgehen, denn "die Sicherheit vieler Menschen und die Stabilität des Landes stehen auf dem Spiel", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der "Bild am Sonntag".

Z.Ottaviano--PV

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