Pallade Veneta - Bundespräsident würdigt Deutsch-Französisches Institut zum 75-jährigen Bestehen

Bundespräsident würdigt Deutsch-Französisches Institut zum 75-jährigen Bestehen


Bundespräsident würdigt Deutsch-Französisches Institut zum 75-jährigen Bestehen
Bundespräsident würdigt Deutsch-Französisches Institut zum 75-jährigen Bestehen / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP

Zum 75-jährigen Bestehen des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bedeutung der Einrichtung für die deutsch-französischen Beziehungen hervorgehoben. "Welch außergewöhnliches, welch visionäres Projekt war das, nur drei Jahre nach Kriegsende", sagte Steinmeier am Montag bei der Festveranstaltung in Ludwigsburg. Eigentlich hätte er dort mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron erscheinen sollen, der seinen Staatsbesuch wegen der Unruhen in Frankreich jedoch abgesagt hatte.

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Er wisse, wie sehr Macron die Absage bedauere, sagte Steinmeier. Dann sprach er über die Geschichte und Bedeutung des vor 75 Jahren gegründeten Deutsch-Französischen Instituts (dfi). Unter anderem dank der Arbeit des Instituts sei die Freundschaft der beiden Länder heute "in allen Bereichen des Lebens so tief verankert, dass sie uns so selbstverständlich ist wie das Atmen", sagte Steinmeier.

Die Verheißung eines geeinten Europas sei ein großer Antrieb für das Institut gewesen. "Ein starkes, souveränes Europa, das bleibt unser gemeinsames Ziel, daran arbeiten wir mit aller Kraft", betonte Steinmeier mit Blick auf aktuelle Herausforderungen wie den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.

Das dfi ist älter als die Bundesrepublik selbst: Es wurde noch in der amerikanischen Besatzungszone gegründet. Zu den acht Gründervätern zählte auch Theodor Heuss, der ein Jahr später der erste Bundespräsident wurde.

Ziel war es, eine Plattform für den Dialog zwischen deutschen und französischen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Kultur zu schaffen. Heute gilt das dfi als das größte Studien- und Dokumentationszentrum für die deutsch-französischen Beziehungen.

Das dfi zieht immer wieder politische Persönlichkeiten nach Ludwigsburg, angefangen mit dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle, der dort 1962 seine wegweisende Rede an die deutsche Jugend hielt.

Der Staatsbesuch Macrons war für den 2. bis 4. Juli geplant. Macron wollte Ludwigsburg, Berlin und Dresden besuchen. Dabei sollte neben dem dfi auch das 60-jährige Bestehen des Deutsch-Französischen Jugendwerks gewürdigt werden. Die Institutionen vertiefen seit Jahrzehnten die Freundschaft der beiden Länder.

A.dCosmo--PV

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