Pallade Veneta - 86 Migranten von Boot nahe der Kanarischen Inseln gerettet

86 Migranten von Boot nahe der Kanarischen Inseln gerettet


86 Migranten von Boot nahe der Kanarischen Inseln gerettet
86 Migranten von Boot nahe der Kanarischen Inseln gerettet / Foto: DESIREE MARTIN - AFP/Archiv

Der spanische Seenotrettungsdienst hat nach eigenen Angaben am Montag 86 Migranten von einem Boot nahe der Kanarischen Inseln gerettet. Das zuvor von einem Rettungsflugzeug gesichtete Boot habe 80 Männer und sechs Frauen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara an Bord gehabt, erklärte eine Sprecherin. Die 86 Bootsinsassen würden nun zum Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria gebracht.

Textgröße ändern:

Zuvor hatte der Seenotrettungsdienst Salvamento Marítimo angegeben, ein Boot entdeckt zu haben, das ungefähr 200 Menschen an Bord habe und damit einem vermissten Boot aus dem Senegal entsprochen hätte. Das habe die Crew des Flugzeuges falsch geschätzt, erklärte die Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Es sei "schwer, die Anzahl der Menschen aus der Luft zu bestimmen". Das Boot war etwa 71 Seemeilen südlich von Gran Canaria entdeckt worden.

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Caminando Fronteras war das Boot am 27. Juni vom Ort Kafountine aus im Senegal gestartet. "Die Familien haben uns über das Verschwinden des Bootes informiert, von dem sie seit mehreren Tagen keine Neuigkeiten hatten", berichtete die Gründerin der Organisation, Helena Maleno, in einer Audionachricht. Demnach werden noch zwei weitere Boote aus dem Senegal mit insgesamt 120 Menschen an Bord vermisst.

Die Fluchtroute zu den Kanarischen Inseln wird seit einigen Jahren wegen der verschärften Kontrollen auf dem Mittelmeer verstärkt genutzt. Schiffbrüche kommen auf dieser Route häufig vor, starke Strömungen und der schlechte Zustand der Boote machen die Überquerung besonders gefährlich.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Betrug mit Kryptowährung: Verfahren gegen Argentiniens Staatschef Milei eingestellt

In Argentinien ist das Strafverfahren gegen Präsident Javier Milei und seine Schwester im Zusammenhang mit einem groß angelegten Kryptowährungsbetrug eingestellt worden. "Die gemeldeten Ereignisse stellen keine Straftat dar", entschied der Richter Marcelo Martínez de Giorgi in einem Urteil, das von der Nachrichtenagentur AFP am Freitag eingesehen wurde.

CDU-Außenpolitiker: "Trump steht aktuell auf der Seite Russlands"

US-Präsident Donald Trump hat sich im Ukraine-Krieg nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen auf die Seite des russischen Staatschefs Wladimir Putin gestellt. Trump wolle "den Konflikt mit einem Deal beenden, für den er zu weitgehenden Konzessionen bereit ist", sagte der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe).

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Textgröße ändern: