Pallade Veneta - Suche nach vermissten Booten vor Kanarischen Inseln zeitweise eingestellt

Suche nach vermissten Booten vor Kanarischen Inseln zeitweise eingestellt


Suche nach vermissten Booten vor Kanarischen Inseln zeitweise eingestellt
Suche nach vermissten Booten vor Kanarischen Inseln zeitweise eingestellt / Foto: DESIREE MARTIN - AFP

Der spanische Seenotrettungsdienst Salvamento Marítimo hat die Suche nach drei als vermisst gemeldeten Flüchtlingsbooten vor den Kanarischen Inseln am Mittwoch wegen schlechter Wetterbedingungen eingestellt. Die meteorologischen Bedingungen seien "derzeit ungeeignet für eine Suche per Flugzeug", sagte eine Sprecherin des Dienstes der Nachrichtenagentur AFP. Es werde später erneut geprüft, ob ein Flugzeug abheben könne.

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Aufgrund der Größe des Suchgebiets erfolge die Suche aus der Luft in Zusammenarbeit mit Handelsschiffen, die in der Gegend unterwegs seien, fügte die Sprecherin hinzu.

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation (NRO) Caminando Fronteras waren drei Boote mit insgesamt mehr als 300 Migranten an Bord zwischen dem 23. und 27. Juni im westafrikanischen Senegal gestartet und sind seitdem vermisst. Das größte der Boote verließ laut den NRO vorliegenden Informationen am 27. Juni mit 200 Passagieren den im Süden Senegals gelegenen Ort Kafountine.

Während ihrer Suche fanden die spanischen Seenotretter am Montag ein Boot mit 78 Migranten an Bord. Laut Caminando Fronteras handelte es sich aber dabei nicht um eines der drei vermissten Boote.

Das senegalesische Außenministerium widersprach am Dienstag der Information, dass 300 Migranten aus Senegal auf See verschwunden seien. Hingegen seien 260 Senegalesen zwischen dem 28. Juni und dem 9. Juli in marrokanischen Gewässern gerettet worden. Wie Caminando Fronteras mitteilte, handele es sich bei diesen Geretteten aber um Insassen anderer Boote aus Senegal - nicht um die von der Organisation gemeldeten Vermissten.

Die Kanarischen Inseln sind seit Jahren ein Ziel von Schleusern. Senegal liegt etwa 1500 Kilometer von der Inselgruppe entfernt, dazwischen liegt raue See mit starken Strömungen. Die Flüchtlingsüberfahrten werden typischerweise in einer Art großem Kanu unternommen, auch Piroge genannt. Oft sind die Boote nicht seetüchtig und überladen, häufig fehlt an Bord Trinkwasser.

Nach Zunahme der Kontrollen auf der Flüchtlingsroute über das Mittelmeer nach Europa stieg die Anzahl der Atlantiküberquerungen ab Ende 2019. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 haben mehr als 7200 Migranten die Kanarischen Inseln per Boot erreicht, wie Zahlen des spanischen Innenministeriums zeigen.

S.Urciuoli--PV

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