Pallade Veneta - Türkisches Rüstungsunternehmen Baykar liefert Drohnen an Saudi-Arabien

Türkisches Rüstungsunternehmen Baykar liefert Drohnen an Saudi-Arabien


Türkisches Rüstungsunternehmen Baykar liefert Drohnen an Saudi-Arabien
Türkisches Rüstungsunternehmen Baykar liefert Drohnen an Saudi-Arabien / Foto: Bandar AL-JALOUD - Saudi Royal Palace/AFP

Das türkische Rüstungsunternehmen Baykar will Kampfdrohnen an Saudi-Arabien liefern. Bei einem Treffen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in der saudiarabischen Hafenstadt Dschiddah unterzeichneten die beiden Politiker diverse Wirtschaftsabkommen, darunter "zwei Verträge mit der türkischen Firma Baykar", meldete die saudiarabische staatliche Nachrichtenagentur SPA am Dienstag.

Textgröße ändern:

Haluk Bayraktar, der Chef des Drohnenherstellers Baykar, welcher von einem von Erdogans Schwiegersöhnen mitgeführt wird, bezeichnete den Deal im Onlinedienst Twitter als "den größten Verteidigungs- und Luftfahrtexportvertrag in der Geschichte der Türkischen Republik".

Details zum Volumen des Rüstungsprojekts wurden zunächst nicht bekannt. Nach Angaben eines arabischen Diplomats in Riad, der anonym bleiben wollte, handelt es sich in den neuen Lieferverträgen um Kampfdrohnen des Typs TB2.

Die Firma Baykar entwickelt Kampf- und Aufklärungsdrohnen, die die gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Irak, aber auch in der Türkei, in Syrien, Aserbaidschan, Libyen und in der Ukraine eingesetzt werden.

Das Verhältnis zwischen Saudi-Arabien und der Türkei war nach der Ermordung des saudiarabischen Journalisten und Regierungskritikers Jamal Khashoggi im Konsulat in Istanbul im Jahr 2018 zuletzt angespannt. Nach Erkenntnissen des US-Geheimdienstes CIA hatte bin Salman die Tat persönlich gebilligt. Der Kronprinz bestreitet dies.

Für Erdogan war der Besuch in Saudi-Arabien der Auftakt einer Golfreise, um Investments für die schwächelnde Wirtschaft der Türkei einzuwerben. Der türkische Staatschef wollte am Dienstag ins benachbarte Katar weiter reisen.

O.Merendino--PV

Empfohlen

CDU-Außenpolitiker: "Trump steht aktuell auf der Seite Russlands"

US-Präsident Donald Trump hat sich im Ukraine-Krieg nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen auf die Seite des russischen Staatschefs Wladimir Putin gestellt. Trump wolle "den Konflikt mit einem Deal beenden, für den er zu weitgehenden Konzessionen bereit ist", sagte der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe).

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Textgröße ändern: