Pallade Veneta - Deutschland und Frankreich stärken grenzüberschreitende Berufsausbildung

Deutschland und Frankreich stärken grenzüberschreitende Berufsausbildung


Deutschland und Frankreich stärken grenzüberschreitende Berufsausbildung
Deutschland und Frankreich stärken grenzüberschreitende Berufsausbildung / Foto: Frederick FLORIN - AFP

Auszubildende in der deutsch-französischen Grenzregion können den praktischen Teil ihrer Berufsausbildung künftig auch im jeweiligen Partnerland machen. Dies ist Teil eines Regierungsabkommens, das die Außenministerinnen beider Länder, Annalena Baerbock (Grüne) und Catherine Colonna, am Freitag im elsässischen Lauterbourg unterzeichnet haben. "Es ersetzt frühere Abkommen und hebt diesen Teil der Zusammenarbeit auf eine neue Ebene", sagte Baerbock.

Textgröße ändern:

"Wenn der Austausch zwischen Sprachen und Kulturen klappt, dann ist das ein riesiger Schatz für uns alle", betonte sie. Das Abkommen solle zudem ein Vorbild für andere Grenzregionen werden.

"Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell", betonte der baden-württembergische Europa-Staatssekretär Florian Hassler (Grüne). Er zeigte sich zuversichtlich, dass Berlin und Paris künftig noch eine "verlässliche Finanzierungslösung" aushandeln, "damit das neue Abkommen in der Praxis dauerhaft Bestand haben wird".

Anke Rehlinger, die deutsch-französische Kultur-Bevollmächtigte, nannte das Abkommen einen "Meilenstein". "Die praktische Berufsausbildung im Nachbarland öffnet jungen Menschen viele Türen – nicht nur in Grenzregionen, sondern auch auf dem nationalen und globalen Arbeitsmarkt", betonte sie. Das Abkommen sei auch eine Antwort auf die wachsende Zahl offener Ausbildungsstellen in beiden Ländern.

Baerbock und Colonna hatten zuvor das seit 1999 geplante Wasserwerk Steinfeld in Rheinland-Pfalz besucht, in dem Trinkwasser für die Südpfalz und das Nord-Elsass produziert werden soll. "Eine der zahlreichen Erfolgsgeschichten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit", sagte Baerbock.

Der Besuch bildete den Abschluss von Baerbocks diesjähriger Deutschlandreise, bei der es um das Thema "Widerstandsfähigkeit" ging. Sie habe sie bewusst im deutsch-tschechischen Grenzgebiet begonnen und im deutsch-französischen Grenzgebiet beendet, sagte Baerbock. "In den Grenzregionen schlägt das Herz Europas", betonte Baerbock.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: