Pallade Veneta - Ukraine: Mindestens zwei Tote bei russischem Angriff auf Odessa

Ukraine: Mindestens zwei Tote bei russischem Angriff auf Odessa


Ukraine: Mindestens zwei Tote bei russischem Angriff auf Odessa
Ukraine: Mindestens zwei Tote bei russischem Angriff auf Odessa / Foto: Oleksandr GIMANOV - AFP

Bei einem erneuten nächtlichen russischem Angriff auf die ukrainische Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa sind nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet und über 20 weitere verletzt worden. Innenminister Igor Klymenko meldete am Sonntag den Tod eines zweiten Mannes, zuvor hatte der zuständige Regionalgouverneur Oleg Kiper bereits den Tod eines Zivilisten gemeldet. Nach Angaben aus Kiew wurde bei den Angriffen die Verklärungskathedrale in Odessa "zerstört".

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Jüngsten Angaben der Regionalverwaltung von Odessa zufolge wurden 22 weitere Menschen, darunter vier Kinder, bei den Angriffen verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Sonntagmorgen in mehreren Online-Netzwerken, für ihr Vorgehen in Odessa werde "mit Sicherheit Vergeltung gegen die russischen Terroristen" geübt.

Der ukrainischen Luftwaffe zufolge hatte Russland in der Nacht auf Sonntag insgesamt 19 Raketen unterschiedlicher Bauart auf Odessa abgefeuert. Darunter seien Marschflugkörper der Typen Oniks und vom Meer aus abgeschossene Kalibr-Marschflugkörper - sowie ballistische Iskander-Raketen. Neun der Geschosse habe die Luftabwehr abfangen können.

Nach Angaben von Gouverneur Kiper entstand durch den nächtlichen Angriff Sachschaden an "ziviler Infrastruktur, Wohngebäuden und religiösen Einrichtungen". Das ukrainische Außenministerium erklärte im Onlinedienst Twitter, bei den russischen Angriffen sei die Verklärungskathedrale in Odessa "zerstört" worden. Es handele sich um ein "Kriegsverbrechen, das niemals vergessen und vergeben werden" werde. Die Altstadt der ukrainischen Hafenstadt Odessa gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Das Südkommando der ukrainischen Armee erklärte, nicht abgefangene Geschosse hätten Schäden an der Hafen-Infrastruktur in Odessa angerichtet - sowie an mindestens "sechs Wohngebäuden, darunter Mehrfamilienhäuser". Außerdem habe es Stromausfälle gegeben.

Der Stabschef des Präsidialamtes, Andrij Jermak, forderte mit Blick auf den erneuten russischen Beschuss mehr Raketenabwehrsysteme und taktische Raketen für sein Land. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, bekräftigte die Forderung. "Wir brauchen mehr Flugabwehr", schrieb Makeiev am Sonntagmorgen im Kurzbotschaftendienst Twitter mit Blick auf die Angriffe auf Odessa und erklärte: "Das pure Böse hat einen Namen - Russland."

Seit dem Auslaufen des Abkommens zum Export ukrainischen Getreides aus Schwarzmeerhäfen am Montag hatte Russland nach ukrainischen Angaben wiederholt die Hafenstädte Odessa und Mykolajiw angegriffen. Kiew zufolge nahm Russland insbesondere die Hafen-Infrastruktur ins Visier, um eine Wiederaufnahme ukrainischer Getreideexporte über das Schwarze Meer unmöglich zu machen. Die russische Armee erklärt, nur Militäranlagen zu beschießen.

In der Nacht zum Sonntag wehrte die russische Armee nach eigenen Angaben drei ukrainische Angriffe in der Gegend von Saporischschja ab, wo sich das von Russland besetzte größte Atomkraftwerk Europas befindet. Die ukrainische Armee schoss demnach in Richtung von Rabotino. Bei der Abwehr der Angriffe seien "Panzer, Infanteriefahrzeuge und Männer" der ukrainischen Armee "zerstört" worden, zitierte die russische Nachrichtenagentur Tass Oleg Tschechow von der russischen Armeeeinheit Wostok.

F.Amato--PV

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