Pallade Veneta - Russland wehrt nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnenangriffe ab

Russland wehrt nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnenangriffe ab


Russland wehrt nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnenangriffe ab
Russland wehrt nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnenangriffe ab / Foto: Alexander NEMENOV - AFP

Russland hat nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnenangriffe abgewehrt, unter anderem in der Hauptstadt Moskau. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, wurden am Sonntag 25 Drohnen auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim und drei weitere in Moskau unschädlich gemacht. Dabei wurden in Moskau zwei Bürogebäude beschädigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in diesem Zusammenhang von einer Rückkehr des Krieges nach Russland.

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Auf der Krim seien 16 Drohnen durch die "Luftabwehr zerstört" und die restlichen neun durch "elektronische Kampfführung neutralisiert" worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Es habe keine Opfer gegeben. Die Krim, die 2014 von Russland annektiert wurde, ist in den vergangenen Wochen Ziel zunehmender Angriffe geworden. Kiew hatte wiederholt erklärt, dass es die Rückeroberung der Halbinsel anstrebe.

Zuvor hatten die russischen Behörden bereits den Abschuss von drei ukrainischen Drohnen in der Hauptstadt Moskau gemeldet. Eine der Drohnen sei am Stadtrand abgeschossen, zwei weitere "durch elektronische Kampfführung ausgeschaltet" worden und in einen Bürokomplex eingeschlagen. Das Verteidigungsministerium sprach von einem "versuchten Terrorangriff". Es habe keine Verletzten gegeben.

Der internationale Flughafen Wnukowo im Großraum Moskau musste kurzzeitig geschlossen werden. Sämtliche Flüge seien auf andere Flughäfen umgeleitet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Kurz darauf sei der normale Flugbetrieb wieder aufgenommen worden.

Moskau liegt rund 500 Kilometer von der Grenze Russlands zur Ukraine entfernt. Das Stadtgebiet und das Umland der russischen Hauptstadt waren seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs zunächst nur selten ins Visier geraten. Zuletzt aber gab es mehrere Drohnenangriffe auf Moskau, für die russische Behörden die Ukraine verantwortlich machten.

"Allmählich kehrt der Krieg auf das Territorium Russlands zurück - in seine symbolischen Zentren und Militärstützpunkte", sagte Selenskyj am Sonntag bei einem Besuch in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk. Dies sei ein "unvermeidlicher, natürlicher und absolut fairer Prozess". "Die Ukraine wird stärker", sagte Selenskyj.

Die ukrainischen Behörden meldeten unterdessen weitere Angriffe Russlands. Bei einem Raketenangriff auf die Stadt Saporischschja im Süden der Ukraine wurden nach ukrainischen Angaben am Samstag zwei Menschen getötet. Die Druckwelle der Rakete habe die Fenster von Hochhäusern zerstört und das Gebäude einer Bildungseinrichtung und einen Supermarkt beschädigt.

Bei einem Raketenangriff auf die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine am Samstagabend wurden nach Angaben der Stadtverwaltung mindestens zwei Zivilisten getötet und 20 weitere verletzt worden. Drei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden, nachdem eine Hochschuleinrichtung getroffen worden war.

Unterdessen will nun offenbar Saudi-Arabien nach mehreren vergeblichen Vermittlungsbemühungen anderer Länder eine neue Friedensinitiative für die Ukraine starten. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Diplomatenkreisen erfuhr, sind zu der geplanten Friedenskonferenz in Dschidda am kommenden Wochenende neben der Ukraine und westlichen Ländern auch Entwicklungs- und Schwellenländer wie Brasilien eingeladen - Russland jedoch nicht.

Saudi-Arabien bemüht sich schon seit längerem um eine Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg. Im Mai hatte Selenskyj am Rande eines Gipfeltreffens der Arabischen Liga in Dschidda unter anderem Kronprinz Mohammed bin Salman getroffen. Im vergangenen September hatte Saudi-Arabien überraschend zu einem Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine beigetragen.

Saudi-Arabien hat einerseits die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gebilligt, die den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie die von Russland erklärte Annexion besetzter ukrainischer Gebiete verurteilten. Andererseits stimmt sich die saudiarabische Regierung in der Energiepolitik weiterhin eng mit Russland ab - unter anderem bei einer Drosselung der Erdöl-Fördermengen.

F.Dodaro--PV

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