Pallade Veneta - Nach Militärputsch etwa hundert Menschen von Italien aus dem Niger evakuiert

Nach Militärputsch etwa hundert Menschen von Italien aus dem Niger evakuiert


Nach Militärputsch etwa hundert Menschen von Italien aus dem Niger evakuiert
Nach Militärputsch etwa hundert Menschen von Italien aus dem Niger evakuiert / Foto: CLAUDIO PERI - ANSA/AFP

Fast hundert Menschen sind von der italienischen Luftwaffe aus der nigrischen Haupstadt Niamey evakuiert worden. Der erste italienische Evakuierungsflug sei am frühen Mittwochvormittag in Rom angekommen, erklärte der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto im Onlinedienst Twitter, der in "X" umbenannt wurde. Die Evakuierung wurde nach offiziellen Angaben nach dem Militärputsch im Niger aus Sicherheitsgründen beschlossen.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa waren unter den Menschen an Bord der gegen 5.00 Uhr gelandeten Boeing 767 der italienischen Luftwaffe 36 Italiener und 21 US-Bürger. Die Passagiere seien bei ihrer Ankunft vom italienischen Außenminister Antonio Tajani begrüßt worden. Im Niger befinden sich landesweit nach offiziellen Angaben rund 500 italienische Staatsangehörige, von denen die meisten der Armee angehören.

Auch Frankreich hatte am Dienstag mit den Evakuierungen seiner Staatsbürger und Menschen anderer Länder begonnen. Insgesamt sind vier Flüge nach Paris geplant. Bis Mittwochmittag soll die Evakuierung den französischen Behörden zufolge abgeschlossen sein.

Am Dienstag hatte das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für den Sahel-Staat herausgegeben und allen Deutschen zur Ausreise aus dem Niger geraten. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) dankte der französischen Regierung für das Angebot, Deutsche mit auszufliegen.

C.Conti--PV

Empfohlen

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: