Pallade Veneta - Regierungskreise: USA planen Einsatz von Soldaten auf Tankern im Persischen Golf

Regierungskreise: USA planen Einsatz von Soldaten auf Tankern im Persischen Golf


Regierungskreise: USA planen Einsatz von Soldaten auf Tankern im Persischen Golf
Regierungskreise: USA planen Einsatz von Soldaten auf Tankern im Persischen Golf / Foto: Handout - US Department of Defense/AFP/Archiv

Die USA bereiten sich nach Angaben aus Regierungskreisen darauf vor, Soldaten zum Schutz von Tankern im Persischen Golf einzusetzen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Regierungskreisen in Washington erfuhr, ist geplant, Marinesoldaten und Marineinfanteristen auf Handelsschiffen einzusetzen, die in der Straße von Hormus und deren Umgebung verkehren. Damit würde das US-Militär die bereits mit Kriegsschiffen und Kampfjets überwachten Handelswege zusätzlich absichern.

Textgröße ändern:

Hintergrund der möglichen Einsätze sind mehrere Zwischenfälle, bei denen der Iran in den vergangenen Jahren Tanker im Persischen Golf beschlagnahmt oder angegriffen hatte. Nach US-Angaben hat Teheran in den vergangenen zwei Jahren 20 unter der Flagge anderer Staaten fahrende Schiffe beschlagnahmt oder eine Beschlagnahme versucht. Am 5. Juli unterbanden demnach US-Einsatzkräfte erneute Versuche vor der Küste Omans.

Durch die Gegend um die zwischen den Küsten des Iran, Omans und der Vereinigten Arabischen Emirate gelegenen Straße von Hormus wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls transportiert.

Da es sich bei den Tankern um privat betriebene Handelsschiffe handelt, müssten die Soldaten an Bord eingeladen werden. Das US-Militär bereitet sich nach Angaben aus Regierungskreisen aber bereits auf mögliche Einsätze vor.

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, und ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums wollten sich zu einem möglichen Einsatz von Soldaten auf Handelsschiffen nicht äußern.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: