Pallade Veneta - Japan bekräftigt Bemühungen um nukleare Abrüstung zum Jahrestag von Hiroshima

Japan bekräftigt Bemühungen um nukleare Abrüstung zum Jahrestag von Hiroshima


Japan bekräftigt Bemühungen um nukleare Abrüstung zum Jahrestag von Hiroshima
Japan bekräftigt Bemühungen um nukleare Abrüstung zum Jahrestag von Hiroshima / Foto: STR - JIJI Press/AFP

Zum 78. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima hat der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida am Sonntag die Bemühungen Japans um eine "atomwaffenfreie Welt" bekräftigt. Er verurteilte insbesondere die Drohungen Russlands, im Rahmen des Ukraine-Kriegs Atomwaffen einzusetzen. Der Weg zu einer atomwaffenfreien Welt "wird immer schwieriger, da sich in der internationalen Gemeinschaft die Unstimmigkeiten zu nuklearer Abrüstung und der nuklearen Bedrohung durch Russland vertiefen", sagte Kishida bei einer Gedenkzeremonie in Hiroshima.

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"Japan wird als einziges Land, das im Krieg Opfer von Atombombenabwürfen geworden ist, seine Bemühungen um eine atomwaffenfreie Welt fortsetzen", betonte Kishida. Angesichts der Drohungen aus Russland und der unterschiedlichen internationalen Standpunkte zum Ukraine-Krieg sei es "umso wichtiger, die internationale Dynamik zur Verwirklichung einer atomwaffenfreien Welt wiederherzustellen". Die durch nukleare Waffen verursachte "Verwüstung in Hiroshima und Nagasaki darf sich nie wiederholen", forderte der Ministerpräsident, dessen Familie aus Hiroshima stammt.

Auch UN-Generalsekretär António Guterres warnte anlässlich des Hiroshima-Jahrestags vor einer erneuten Eskalation: "Einige Länder rasseln wieder rücksichtslos mit dem nuklearen Säbel und drohen, diese Vernichtungswerkzeuge einzusetzen", hieß es in einer Erklärung. "Angesichts dieser Bedrohungen muss die Weltgemeinschaft geschlossen sprechen. Jeder Einsatz von Atomwaffen ist inakzeptabel."

Der Abwurf der Atombombe durch das US-Militär in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs tötete sofort oder in den folgenden Monaten etwa 140.000 Menschen. Drei Tage später starben etwa 70.000 Menschen beim Abwurf einer weiteren Atombombe über Nagasaki. Bis heute leiden tausende Menschen unter den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung. Am 15. August endete mit der Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg.

Bei der Zeremonie zum Gedenken an die Opfer des Atombombenabwurfs beteten am Sonntag in Hiroshima tausende Menschen – Überlebende, Verwandte und ausländische Würdenträger aus einer Rekordzahl von 111 Ländern – für die Toten oder Verwundeten des Bombenangriffs und riefen zum Weltfrieden auf.

Russland und Weißrussland wurden wegen des Ukraine-Kriegs zum zweiten Mal in Folge nicht zur Zeremonie eingeladen. Die Teilnehmer, von denen viele schwarz gekleidet waren, sprachen um 08.15 Uhr (01.15 Uhr MESZ) - dem Zeitpunkt, als die erste in Kriegszeiten eingesetzte Atomwaffe abgeworfen wurde - ein stilles Gebet.

E.Magrini--PV

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