Pallade Veneta - Brasiliens Präsident fordert bei Amazonasgipfel "dringende" gemeinsame Maßnahmen

Brasiliens Präsident fordert bei Amazonasgipfel "dringende" gemeinsame Maßnahmen


Brasiliens Präsident fordert bei Amazonasgipfel "dringende" gemeinsame Maßnahmen
Brasiliens Präsident fordert bei Amazonasgipfel "dringende" gemeinsame Maßnahmen / Foto: RICARDO STUCKERT - Brazilian Presidency/AFP

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat zu Beginn des zweitägigen Gipfels zur Rettung des Amazonaswaldes die Teilnehmerländer aufgefordert, "dringende" gemeinsame Maßnahmen zu ergreifen, um die Zerstörung des größten Regenwaldes der Erde aufzuhalten. Der Kampf gegen die Abholzung sei dabei von grundlegender Bedeutung, um der "dramatischen Verschärfung des Klimawandels" zu begegnen, sagte Lula am Dienstag in seiner Eröffnungsrede in der Stadt Belém.

Textgröße ändern:

Der erste Tag des Gipfel fiel mit am Dienstag veröffentlichten Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zusammen: Demnach war der Juli auf der Erde der bisher mit Abstand heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen.

Es sei "noch nie so dringend" gewesen, "unsere Zusammenarbeit wieder aufzunehmen und auszuweiten", sagte Lula. "Wir müssen eine neue Vision für eine nachhaltige und integrative Entwicklung in der Region fördern, indem wir die Erhaltung der Umwelt mit der Schaffung von Arbeitsplätzen verbinden", forderte er.

Die Konferenz in der an der Mündung des Amazonas gelegenen Stadt Belém ist der erste Gipfel der Organisation des Amazonas-Kooperationsvertrags (Octa) seit dem Jahr 2009. Der Vertrag war 1978 von Bolivien, Brasilien, Ecuador, Guyana, Kolumbien, Peru, Suriname und Venezuela geschlossen worden. Auch Deutschland und Norwegen sind als Hauptunterstützer des Amazonas-Fonds in Belém vertreten.

Kurz vor Beginn des Treffens hatte Lula den Gipfel als "Wendepunkt" bezeichnet. Er nahm am Dienstag zusammen mit seinen Kollegen aus Bolivien, Kolumbien und Peru an dem Treffen teil, während Ecuador, Guyana und Suriname durch Minister vertreten waren. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro wurde kurzfristig von seiner Vizepräsidentin Delcy Rodríguez vertreten.

Octa-Generalsekretärin Alexandra Moreira kündigte am Dienstag an, dass der Gipfel eine gemeinsame Erklärung mit "kühnen und energischen Maßnahmen" zum Schutz des Regenwaldes verabschieden werde. Diese werde "nicht nur eine politische Botschaft sein", sagte Lula, sondern "ein detaillierter Aktionsplan für die nachhaltige Entwicklung im Amazonasgebiet mit seinen fast 50 Millionen Einwohnern".

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: