Pallade Veneta - Indonesien darf wegen Vorwürfen sexueller Belästigung keine Miss-Universe-Wahl ausrichten

Indonesien darf wegen Vorwürfen sexueller Belästigung keine Miss-Universe-Wahl ausrichten


Indonesien darf wegen Vorwürfen sexueller Belästigung keine Miss-Universe-Wahl ausrichten
Indonesien darf wegen Vorwürfen sexueller Belästigung keine Miss-Universe-Wahl ausrichten / Foto: Jason Kempin - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Nach Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung der Teilnehmerinnen darf Indonesien keine Wahl zur Miss Universe mehr ausrichten. Es sei klar geworden, dass der Ableger des Schönheitswettbewerbs in dem asiatischen Land nicht "unseren Markenstandards, unserer Ethik oder unseren Erwartungen" entspreche, teilte die in den USA ansässige Miss-Universe-Organisation am Samstag im Onlinedienst X mit, der früher Twitter hieß.

Textgröße ändern:

Mehr als sechs Frauen werfen den Organisatoren der indonesischen Miss-Universe-Wahl vor, alle 30 Finalistinnen seien vor der Krönungszeremonie in Jakarta Anfang August unerwartet aufgefordert worden, ihre Körper auf Narben und Cellulite untersuchen zu lassen. Angaben eines Anwalts zufolge wurden fünf Frauen dabei fotografiert. Ein Polizeisprecher der Stadt Jakarta teilte mit, dass eine Untersuchung der Beschwerde eingeleitet worden sei.

Weil der indonesische Ableger der Miss-Wahl auch die Rechte an der Wahl in Malaysia halte, werde der Schönheitswettbewerb auch dort nicht mehr ausgetragen, hieß es von der Mutterorganisation in New York.

In einem ausführlichen Beitrag auf der Onlineplattform Instagram wies die Direktorin der indonesischen Miss-Wahl, Poppy Capella, jegliche Beteiligung an den Körperuntersuchungen von sich. Sie habe nie "gewusst, befohlen, gefordert oder zugelassen", dass durch Verantwortliche "Gewalt oder sexuelle Belästigung" begangen werde, schrieb sie.

Der Wettbewerb in Jakarta fand vom 29. Juli bis zum 3. August statt. Zur Siegerin wurde die Niederländerin Fabienne Nicole Groeneveld gekürt. Sie darf laut der Miss-Universe-Organisation trotz der Beendigung der Zusammenarbeit mit Indonesien im Finale um die Miss Universe im November im zentralamerikanischen El Salvador antreten.

U.Paccione--PV

Empfohlen

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: