Pallade Veneta - Mehrheit hält Scholz für politisch eher durchsetzungsschwach

Mehrheit hält Scholz für politisch eher durchsetzungsschwach


Mehrheit hält Scholz für politisch eher durchsetzungsschwach
Mehrheit hält Scholz für politisch eher durchsetzungsschwach / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland hält Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einer "Politbarometer extra"-Umfrage für das ZDF zufolge für politisch eher durchsetzungsschwach. 73 Prozent sind laut der am Sonntag veröffentlichten Befragung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen dieser Meinung. 21 Prozent sind demnach dagegen der Auffassung, dass Scholz sich in wichtigen Fragen eher durchsetzt.

Textgröße ändern:

Laut der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vertreten darüber hinaus 72 Prozent der Befragten die Meinung, dass Scholz in Interviews häufiger als andere Politikerinnen und Politiker keine konkreten Antworten auf Fragen gibt. 19 Prozent sehen dies anders.

Eine Mehrheit von 57 Prozent der Menschen sieht dem "Politbarometer extra" zufolge zudem die Klimapolitik der von Scholz geführten Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP kritisch. Die Auswirkungen der Politik schaden nach ihrer Ansicht der wirtschaftlichen Entwicklung. 22 Prozent erkennen keine größere Auswirkungen. Zehn Prozent meinen, dass die Klimapolitik der Wirtschaft nutzt.

Das ZDF veröffentlichte die Umfrage mit Blick auf das "Sommerinterview" des Senders mit Scholz, das am Sonntagabend ausgestrahlt wird. Befragt wurden am Mittwoch und Donnerstag rund 1060 Menschen. Die Fehlerquote wurde mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: