Pallade Veneta - Ex-Regierungschef Thaksin kehrt laut Tocher am Dienstag nach Thailand zurück

Ex-Regierungschef Thaksin kehrt laut Tocher am Dienstag nach Thailand zurück


Ex-Regierungschef Thaksin kehrt laut Tocher am Dienstag nach Thailand zurück
Ex-Regierungschef Thaksin kehrt laut Tocher am Dienstag nach Thailand zurück / Foto: Isaac LAWRENCE - AFP/Archiv

Nach 15 Jahren im selbstgewählten Exil wird der frühere thailändische Regierungschef Thaksin Shinawatra nach Angaben seiner Tochter am Dienstag nach Thailand zurückkehren. Sie werde ihren Vater am Dienstag um 9.00 Uhr (Ortszeit, 4.00 Uhr MESZ) vom Flughafen Don Mueang in Bangkok abholen, erklärte Paetongtarn Shinawatra im Onlinedienst Instagram. Damit fällt Thaksins Rückkehr auf denselben Tag wie eine Abstimmung im Parlament, mit der das monatelange politische Patt nach der Parlamentswahl im Mai beendet werden könnte.

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Dieses Mal werde er tatsächlich zurückkehren, bestätigte der Milliardär - einen zuvor geplanten Termin hatte der Ex-Premier verschoben. "Ich bin alt, ich vermisse meine Enkel, ich will bei meiner Familie sein", sagte er BBC Thai.

Thaksin ist in mehrere Strafverfahren verwickelt, die er als politisch motiviert betrachtet. Als Schreckgespenst des pro-militärischen und royalistischen Establishments Thailands wirft der 74-jährige Medienunternehmer, der das Land von 2001 bis 2006 regierte, immer noch einen langen Schatten auf die Politik in dem Königreich. Seit 2008 lebte Thaksin im selbstgewählten Exil, die meiste Zeit davon in Dubai.

Thaksins Tochter kandidiert für die Pheu-Thai-Partei für das Amt der Regierungschefin. Die Partei hat mehrere Bewerber für den Posten. Am Dienstagnachmittag soll aber darüber abgestimmt werden, ob der Immobilienmagnat Srettha Thavisin als Ministerpräsident bestätigt wird. Dafür braucht er die Mehrheit der 500 gewählten Abgeordneten im Unterhaus und der 250 Senatoren, die vom Militär ernannt wurden.

Die Peu-Thai-Partei gilt als Vehikel der einflussreichen Shinawatra-Familie. Bislang stellte Pheu Thai in Thailand zwei Regierungschefs, die jeweils durch einen Militärputsch gestürzt wurden - einer davon war Thaksin, der 2006 aus dem Amt gehoben wurde.

Bei dem Urnengang im Mai hatten die Wähler einem Jahrzehnt der militärgestützten Regierungen in Thailand eine deutliche Absage erteilt. Die MFP-Partei des progressiven Pita Limjaroenrat gewann die Wahl deutlich - sie war unter anderem mit dem klaren Versprechen angetreten, das harsche Strafrecht zur Ahndung von Majestätsbeleidigung zu reformieren. Auch wollte sie Handelsmonopole aufbrechen.

Diese Vorhaben trafen auf heftigen Widerstand in konservativen, militärischen und pro-royalistischen Kreisen. Bei der Abstimmung über den Regierungschef im Parlament konnte der 42-Jährige trotz einer Acht-Parteien-Koalition nicht die nötigen Stimmen auf sich vereinen. Eine zweite Abstimmung wurde Pita verwehrt.

F.M.Ferrentino--PV

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