Pallade Veneta - AfD-Spitze will Biografien von Kandidaten auf Ungereimtheiten überprüfen

AfD-Spitze will Biografien von Kandidaten auf Ungereimtheiten überprüfen


AfD-Spitze will Biografien von Kandidaten auf Ungereimtheiten überprüfen
AfD-Spitze will Biografien von Kandidaten auf Ungereimtheiten überprüfen / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Der AfD-Vorstand lässt nach Berichten über Ungereimtheiten die Lebensläufe der Kandidaten für die bevorstehende Europawahl überprüfen. Dies beschloss am Montag der AfD-Bundesvorstand - ein entsprechender Bericht des Nachrichtenportals t-online wurde aus Vorstandskreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP in Berlin bestätigt. Anlass sind Zweifel an den Angaben, die einige jüngst benannte AfD-Kandidaten für die Europawahl zu ihren Lebensläufen gemacht haben.

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Recherchen von t-online hatten ergeben, dass der auf Platz 10 der Europaliste gesetzte Kandidat Arno Bausemer aus Sachsen-Anhalt zahlreiche falsche Angaben in seiner Bewerbung um die Kandidatur gemacht haben soll. Weitere Zweifel hegen Parteimitglieder auch am Studienabschluss der Kandidatin Mary Khan-Hohloch, die auf Platz 14 gesetzt wurde.

Der Bundesvorstand beschloss nach AFP-Informationen nun, dass alle Kandidatinnen und Kandidaten für die Europawahl 2024 Nachweise über ihre akademischen und beruflichen Qualifikationen sowie über alle weiteren Lebenslaufangaben vorlegen sollen.

Für die Europawahl hatte die AfD in einem aufwändigen Parteitagsverfahren insgesamt 35 Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Unklar blieb am Montag, was mit Kandidierenden geschieht, bei denen die Überprüfung Ungereimtheiten im Lebenslauf bestätigt.

Beim Kandidaten Bausemer ergaben die Recherchen von t-online, dass seine Behauptung, über viele Jahre als "Geschäftsführer" eines landwirtschaftlichen Betriebs gearbeitet zu haben, falsch ist. Zudem habe Bausemer - anders als von ihm selbst behauptet - keine abgeschlossene journalistische Ausbildung nachzuweisen.

Bausemers Landesverband Sachsen-Anhalt stellte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe hinter den Kandidaten. Anhaltende Zweifel gibt es auch an den Angaben der Europakandidatin Khan-Hohloch, ein Studium absolviert zu haben.

An Teilen der Basis sorgen diese Ungereimtheiten für Unruhe - es besteht die Sorge, die Partei könnte bei der Kandidatenaufstellung auf Hochstapler reingefallen sein. Die Pressestelle der AfD-Bundespartei ließ am Montag zwei AFP-Anfragen mit Bitte um Stellungnahme zunächst unbeantwortet.

O.Pileggi--PV

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