Pallade Veneta - Ukraines Außenminister Kuleba drängt EU zu mehr Militärhilfe

Ukraines Außenminister Kuleba drängt EU zu mehr Militärhilfe


Ukraines Außenminister Kuleba drängt EU zu mehr Militärhilfe
Ukraines Außenminister Kuleba drängt EU zu mehr Militärhilfe / Foto: PIERRE-PHILIPPE MARCOU - AFP

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat die Europäische Union bei einem Treffen in Spanien zu deutlich mehr Militärhilfe für die Gegenoffensive seines Landes gedrängt. "Wo sonst könnte ich um mehr Waffen bitten als in einer Waffenfabrik?", sagte Kuleba am Donnerstag zum Auftakt der Gespräche in der historischen Fábrica de Armas (Waffenfabrik) in der Stadt Toledo. Neben mehr Artilleriemunition forderte er weitere Luftverteidigungssysteme.

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Darüber hinaus verlangte Kuleba "Kampfflugzeuge der neuesten Generation". Dies beschränke sich nicht auf F-16-Flugzeuge aus US-Produktion, sagte Kuleba der französischen Zeitung "Le Monde" (Donnerstagausgabe). Interesse bekundete er demnach auch an französischen Rafale-Kampfjets und Maschinen anderer Staaten. Kuleba hatte am Mittwoch in Paris französische Regierungsvertreter getroffen.

Die Ukraine verhandelt mit der Bundesregierung zudem über Taurus-Marschflugkörper, Berlin gibt sich bisher aber zögerlich. Daran wurde bei dem EU-Außenministertreffen in Toledo scharfe Kritik laut. "Das hatten wir schon einmal", sagte der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis unter Anspielung auf das Tauziehen um die Lieferung deutscher Leopard-Panzer.

Die Ukraine müsse bis zu einem Sieg unterstützt werden, und dafür seien Raketen längerer Reichweite unerlässlich, betonte Landsbergis. Auch Estland forderte entschiedenere militärische Hilfe für Kiew.

Die Bundesregierung hatte zuvor die Lieferung von zehn weiteren Leopard-Kampfpanzern an die Ukraine bekannt gegeben. Das neue Paket umfasst auch ein Luftraumüberwachungsradar und mehr als 13 Millionen Schuss Handwaffenmunition.

F.Abruzzese--PV

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