Pallade Veneta - Aiwanger bestreitet erneut Verantwortung für antisemitisches Flugblatt

Aiwanger bestreitet erneut Verantwortung für antisemitisches Flugblatt


Aiwanger bestreitet erneut Verantwortung für antisemitisches Flugblatt
Aiwanger bestreitet erneut Verantwortung für antisemitisches Flugblatt / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat erneut bestritten, in seiner Schulzeit ein antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben. "Ich habe das Pamphlet nicht verfasst", sagte Aiwanger am Donnerstag vor Journalisten in München. "Ich distanziere mich in jeder Form von dem ekelhaften Inhalt."

Textgröße ändern:

Aiwanger wiederholte, er sei "nie ein Antisemit" und "nie ein Menschenfeind" gewesen. Diese Vorwürfe hätten ihn erschreckt. "Ich kann mich nicht erinnern, jemals den Hitlergruß gezeigt zu haben, ich habe keine Hitlerreden vor dem Spiegel einstudiert", sagte Aiwanger mit Blick auf Medienberichte.

Er habe als Jugendlicher "auch Fehler gemacht". Er bereue es zutiefst, wenn er durch sein Verhalten bezüglich des Flugblattes oder "weitere Vorwürfe gegen mich aus der Jugendzeit Gefühle verletzt habe". Er könne solche Vorwürfe "wie menschenfeindliche Witze" aus seiner Erinnerung "weder vollständig dementieren noch bestätigen", sagte der Vizeministerpräsident. Sollte dies geschehen sein, so entschuldige er sich dafür "in aller Form".

Aiwanger sprach erneut von einer Kampagne gegen ihn. Er nannte es "inakzeptabel, dass Verfehlungen in einer Kampagne gegen mich und meine Partei instrumentalisiert werden".

Aiwanger stand laut "Süddeutscher Zeitung" in seiner Schulzeit in den 80er Jahren im Verdacht, ein antisemitisches Flugblatt verfasst und verteilt zu haben. Exemplare sollen in seinem Schulranzen gefunden worden sein.

Das bestätigte Aiwanger auch und sagte am Donnerstag, er bereue es "zutiefst, wenn ich durch das betreffende Pamphlet oder weitere Vorwürfe gegen mich aus der Jugendzeit Gefühle verletzt habe". Für das antisemitische Flugblatt hatte am Wochenende Aiwangers Bruder die Verantwortung übernommen.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Vor US-Zwischenwahlen: Gefälschte Umfragen aufgeflogen

Kurz vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress am 3. November sorgen gefälschte Meinungsumfragen für Unruhe. Das selbst ernannte Umfrageinstitut Wedgewood Polls räumte ein, dass seine Zahlen größtenteils frei erfunden waren. Die "New York Times" und andere Medien entfernten die Erhebungen daraufhin von ihren Webseiten. US-Präsident Donald Trump reagierte mit Häme. "Die New York Times ist erwischt worden!", schrieb er am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Söder spricht sich auf CSU-Parteitag für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus

Unter dem Jubel der CSU-Anhänger hat sich CSU-Chef Markus Söder für Ilse Aigner als neue Bundespräsidentin ausgesprochen. "Das wäre eine tolle Sache", sagte Söder am Freitag auf dem Parteitag der Christsozialen in München. Die Entscheidung werde woanders gefällt, fügte der bayerische Ministerpräsident an. Er würde sich aber "von Herzen" wünschen, dass Aigner nächste Bundespräsidentin werde.

Textgröße ändern: