Pallade Veneta - US-Vermittler fordert Libanon und Israel zur Festlegung ihrer Landgrenze auf

US-Vermittler fordert Libanon und Israel zur Festlegung ihrer Landgrenze auf


US-Vermittler fordert Libanon und Israel zur Festlegung ihrer Landgrenze auf
US-Vermittler fordert Libanon und Israel zur Festlegung ihrer Landgrenze auf / Foto: ANWAR AMRO - AFP

Ein US-Vermittler hat den Libanon und Israel aufgefordert, nach einem Abkommen über die Seegrenze zwischen beiden Ländern nun auch die Landgrenze festzulegen. "Es ist an der Zeit, dass wir den für die Seegrenze vorgesehenen Rahmen überprüfen und auch an der Landgrenze arbeiten", sagte Amos Hochstein, Sonderkoordinator der US-Regierung für Energiesicherheit, am Donnerstag vor Reportern in Beirut.

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Im vergangenen Oktober hatte Hochstein nach langwierigen Vermittlungen einen Vertrag über die Seegrenze im Mittelmeer zwischen den beiden Staaten, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, ausgehandelt, welchen US-Präsident Joe Biden als "historisch" bezeichnete.

Das Abkommen ebnete beiden Ländern den Weg für die Erschließung von Gasfeldern vor der Küste. Am 16. August meldete das französische Energieunternehmen TotalEnergies die Ankunft einer Bohrinsel in libanesischen Gewässern. Vergangene Woche begann der Libanon mit den Bohrungen an einem Gasfeld, von dem ein Teil in israelischen Gewässern liegt. Der Libanon hofft, durch die Gasvorkommen die Wirtschaftskrise in dem Land bekämpfen zu können.

Nach dem Rückzug israelischer Streitkräfte aus dem Südlibanon im Jahr 2000, der eine 22-jährige Besatzung beendete, legte die UNO mit der sogenannten "blauen Linie" eine De-facto-Grenze zwischen beiden Ländern fest.

Das israelisch-libanesische Landgrenzgebiet ist eine Hochburg der radikalislamischen Hisbollah und immer wieder Schauplatz von Zusammenstößen. Israel und der Libanon befinden sich formal im Kriegszustand, die UN-Friedensmission Unifil überwacht seit 1978 im Süden des Libanon das Grenzgebiet zwischen beiden Staaten. Im Jahr 2006 führten Israel und die Hisbollah einen 34-tägigen Krieg, bei dem mehr als 1200 Menschen - vorwiegend Zivilisten - auf libanesischer Seite sowie 160 israelische Soldaten getötet wurden.

E.M.Filippelli--PV

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