Pallade Veneta - Gabuns Präsidentengattin reicht in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung ein

Gabuns Präsidentengattin reicht in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung ein


Gabuns Präsidentengattin reicht in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung ein
Gabuns Präsidentengattin reicht in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung ein / Foto: Steeve JORDAN - AFP/Archiv

Die Ehefrau des von Putschisten festgesetzten Präsidenten von Gabun, Ali Bongo Ondimba, hat über ihre Anwälte in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung eingereicht. Die gebürtige Französin Sylvia Bongo, die auch die gabunische Staatsangehörigkeit hat, werde an einem unbekannten Ort in Gabun festgehalten, teilten die Anwälte François Zimeray und Jessica Finelle am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Möglicherweise handle es sich um ihre Residenz.

Textgröße ändern:

Sie sei "seit dem Putsch vom 30. August 2023 ihrer Freiheit beraubt, ebenso wie ihr jüngster Sohn Jalil", betonen die beiden Anwälte. Sie fordern die Erlaubnis konsularischer Besuche, insbesondere für einen weiteren Sohn, Nourredin Bongo Valentin, der "möglicherweise Opfer eines gewaltsamen Verschwindenlassens" sei.

Aufgrund der französischen Staatsangehörigkeit von Sylvia Bongo kann die französische Justiz sich mit diesem Fall befassen. "Dieses Verfahren könnte zur Ausstellung eines internationalen Haftbefehls gegen die Täter führen, denen eine lebenslange Haftstrafe droht", erklären die Anwälte.

Ali Bongo, der seit 14 Jahren im ölreichen Gabun an der Macht ist und dessen Familie das Land seit mehr als 55 Jahren regiert, war nach Angaben der Putschisten unter Hausarrest gestellt worden. Sein Sohn Noureddin, der auch einer seiner Berater ist, wurde demnach zusammen mit anderen aus dem engen Umfeld Bongos festgenommen. Die Militärs werfen ihnen "Hochverrat", "massive Veruntreuung öffentlicher Gelder" und "Fälschung der Unterschrift" des Staatschefs vor.

In dem zentralafrikanischen Land war es am Mittwochmorgen zu einem Militärputsch gekommen. Die Soldaten begründeten den Staatsstreich mit der "ernstzunehmenden institutionellen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise" im Land.

Kurz zuvor hatte die nationale Wahlbehörde Bongo zum Sieger der von Betrugsvorwürfen und Unregelmäßigkeiten überschatteten Präsidentschaftswahl erklärt. Der 64-Jährige erhielt demnach 64,27 Prozent der Wählerstimmen und konnte sich damit eine dritte Amtszeit sichern.

Am kommenden Montag soll General Brice Oligui Nguema vor dem Verfassungsgericht des Landes auf unbestimmte Zeit als "Übergangspräsident" vereidigt werden. Die Afrikanische Union (AU) hatte Gabun vorläufig ausgeschlossen.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Vor US-Zwischenwahlen: Gefälschte Umfragen aufgeflogen

Kurz vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress am 3. November sorgen gefälschte Meinungsumfragen für Unruhe. Das selbst ernannte Umfrageinstitut Wedgewood Polls räumte ein, dass seine Zahlen größtenteils frei erfunden waren. Die "New York Times" und andere Medien entfernten die Erhebungen daraufhin von ihren Webseiten. US-Präsident Donald Trump reagierte mit Häme. "Die New York Times ist erwischt worden!", schrieb er am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Söder spricht sich auf CSU-Parteitag für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus

Unter dem Jubel der CSU-Anhänger hat sich CSU-Chef Markus Söder für Ilse Aigner als neue Bundespräsidentin ausgesprochen. "Das wäre eine tolle Sache", sagte Söder am Freitag auf dem Parteitag der Christsozialen in München. Die Entscheidung werde woanders gefällt, fügte der bayerische Ministerpräsident an. Er würde sich aber "von Herzen" wünschen, dass Aigner nächste Bundespräsidentin werde.

Textgröße ändern: