Pallade Veneta - UNO: Krise im Jemen darf wegen Ukraine-Kriegs nicht in Vergessenheit geraten

UNO: Krise im Jemen darf wegen Ukraine-Kriegs nicht in Vergessenheit geraten


UNO: Krise im Jemen darf wegen Ukraine-Kriegs nicht in Vergessenheit geraten
UNO: Krise im Jemen darf wegen Ukraine-Kriegs nicht in Vergessenheit geraten

Bei einer von der UNO organisierten Hilfekonferenz haben die Veranstalter am Mittwoch davor gewarnt, die Not im Jemen wegen des Kriegs in der Ukraine zu vergessen. In diesem Jahr würden 3,9 Milliarden Euro benötigt, um den notleidenden Menschen in dem Bürgerkriegsland zu helfen, sagte der UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths am Mittwoch bei einer Hilfskonferenz für den Jemen. Nach sieben Jahren Krieg betrachtet die UNO den Jemen als das Land, in dem sich das größte humanitäre Desaster ereignet.

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"Wir treffen uns heute, um ein großes Loch bei der Finanzierung lebensrettender Maßnahmen zu stopfen", sagte Griffiths. Wegen des Krieges im Jemen liege die Wirtschaft brach und die elementare Versorgung breche zusammen.

Die Welt müsse der Bevölkerung im Jemen ein Signal senden, dass sie nicht vergessen werde, forderte Griffiths. Der russische Einmarsch in die Ukraine werde auch für viele Einwohner des Jemen weitreichende Konsequenzen haben, da das Land fast vollständig von Lebensmitteleinfuhren abhänge. So stamme ein Drittel der Weizen-Importe aus der Ukraine.

Von den 31,9 Millionen Einwohnern Jemens benötigen nach Einschätzung der UNO 23,4 Millionen Hilfe und 12,9 Millionen dringende Hilfe.

Der Jemen wurde in seiner Entwicklung durch den Krieg zwischen den Huthi-Rebellen und der Regierung, die von eine Koalition unter Führung Saudi-Arabiens gestützt wird, stark zurückgeworfen. Mehrere hunderttausend Menschen wurden in dem Krieg getötet, Millionen büßten ihre Heimat ein. Die Geberkonferenz in Genf wurde von der UNO gemeinsam mit der Schweiz und Schweden veranstaltet.

"Obwohl uns die Ukraine sehr stark beschäftigt, darf es es nicht so sein, dass eine andere Krise zu einer vergessenen Krise wird", sagte der Delegierte des Schweizer Bundesrates für Humanitäre Hilfe, Manuel Bessler. Die humanitäre Lage werde sich zwischen Juni und Dezember noch verschlechtern, erklärten die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, das Welternährungsprogramm sowie das UN-Kinderhilfswerk Unicef.

O.Mucciarone--PV

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