Pallade Veneta - USA: Kim will mit Putin in Russland über Waffenlieferungen sprechen

USA: Kim will mit Putin in Russland über Waffenlieferungen sprechen


USA: Kim will mit Putin in Russland über Waffenlieferungen sprechen
USA: Kim will mit Putin in Russland über Waffenlieferungen sprechen / Foto: Alexander Zemlianichenko - POOL/AFP/Archiv

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will nach US-Angaben bei einer seltenen Auslandsreise Kreml-Chef Wladimir Putin in Russland treffen und mit ihm über Waffenlieferungen an Moskau für dessen Krieg in der Ukraine verhandeln. "Wie wir öffentlich gewarnt haben, schreiten die Verhandlungen über Waffenlieferungen zwischen Russland und Nordkorea voran", sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Adrienne Watson, am Montag. Der Kreml bestätigte am Dienstag ein womöglich bevorstehendes Treffen zwischen Putin und Kim nicht.

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Nach Informationen der "New York Times" will Kim Putin offenbar im September in Wladiwostok treffen. Dort findet vom 10. bis zum 13. September ein Wirtschaftsforum statt. Dem Bericht zufolge könnte Kim mit einem gepanzerten Zug in die Hafenstadt im Fernen Osten Russlands reisen, die nicht allzu weit von Nordkorea entfernt ist. Kim und Putin hatten sich schon 2019 in Wladiwostok getroffen.

Der "New York Times" zufolge möchte Putin Artilleriegeschosse und Panzerabwehrraketen von Nordkorea. Kim gehe es um moderne Technologie für Satelliten und U-Boote mit Atomantrieb sowie um Lebensmittelhilfen für die Bevölkerung. Watson sagte nun, Kim strebe an, dass die Gespräche mit Russland über Waffenlieferungen fortgesetzt werden "und einen diplomatischen Austausch auf höchster Ebene in Russland beinhalten".

Der Kreml bestätigte die US-Angaben über ein womöglich bevorstehendes Treffen zwischen Putin und Kim am Dienstag nicht. "Nein, wir können (das) nicht (bestätigen), wir haben dazu nichts zu sagen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf eine Frage, ob Kim Putin bald treffen werde.

Die Ukraine führt seit Juni gegen die russischen Invasoren eine Gegenoffensive, die Putin am Montag als "gescheitert" bezeichnete. Ungeachtet dessen scheint Moskau sich zur Stärkung der eigenen Truppen intensiv um mehr militärische Ausrüstung zu bemühen.

Das Weiße Haus hatte vergangene Woche erklärt, die Verbündeten Nordkorea und Russland führten geheime Verhandlungen über mögliche Munitionslieferungen für Moskaus Krieg gegen die Ukraine. Ein Schwerpunkt der Gespräche liege auf Artilleriemunition für Moskaus Streitkräfte, sagte der Sprechers des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby. Nordkorea habe im vergangenen Jahr trotz seiner Dementis Infanterieraketen und andere Geschosse an Russland für den Einsatz der Söldnertruppe Wagner geliefert.

Kirbys Kollegin Watson sagte am Montag, die USA riefen Nordkorea auf, die Verhandlungen mit Russland einzustellen und sich an seine öffentliche Zusage zu halten, "Russland keine Waffen zu liefern".

Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte derweil, Moskau erwäge gemeinsame Militärübungen mit Pjöngjang. "Warum nicht? Sie sind unsere Nachbarn", zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur Tass.

Moskau und Pjöngjang hatten Mitte August angekündigt, ihre Zusammenarbeit auszubauen und unter anderem im Verteidigungsbereich enger zu kooperieren. Russland gehört zu den wenigen Ländern, die Kontakt zu Nordkorea halten. Nordkorea hatte von Beginn an den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt.

Watson zufolge reiste der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Juli nach Nordkorea, um zusätzliche Munition für den Ukraine-Krieg zu beschaffen.

In der vergangenen Woche hatten die Vereinten Nationen, die USA, Großbritannien, Südkorea und Japan erklärt, jede Vereinbarung über eine engere Kooperation zwischen Russland und Nordkorea verletze Resolutionen des UN-Sicherheitsrats über das Verbot von Waffengeschäften mit Pjöngjang - Resolutionen, die Moskau selbst unterstützt habe. Ihren Angaben zufolge reiste nach Schoigu eine andere Gruppe russischer Vertreter zu weiteren Gesprächen nach Nordkorea.

F.Amato--PV

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