Pallade Veneta - Paris plant Teilabzug seiner im Niger stationierten Soldaten

Paris plant Teilabzug seiner im Niger stationierten Soldaten


Paris plant Teilabzug seiner im Niger stationierten Soldaten
Paris plant Teilabzug seiner im Niger stationierten Soldaten / Foto: - - AFP/Archiv

Nach der Forderung der Militärregierung im Niger nach einem Abzug der französischen Soldaten plant Paris einen Teilabzug. "Der Austausch über den Abzug einiger militärischer Kräfte hat begonnen", teilte das französische Verteidigungsministerium am Dienstag in Paris mit. Details zum Umfang und einen Zeitplan gab es zunächst nicht. Frankreich hat derzeit etwa 1500 Soldaten in dem westafrikanischen Land stationiert.

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Nigrische Militärs hatten Ende Juli den bisherigen Präsidenten Mohamed Bazoum gestürzt. Frankreich erkennt im Einklang mit anderen westlichen und afrikanischen Staaten die neuen Machthaber nicht an. Diese hatten Anfang August mehrere Verteidigungsabkommen mit Frankreich aufgekündigt. Seitdem haben die französischen Soldaten ihre Unterstützung der nigrischen Streitkräfte eingestellt.

Der Teilabzug könnte in erster Linie Soldaten betreffen, die für die Wartung des nicht mehr genutzten Materials zuständig sind, unter anderem Kampfflieger, Hubschrauber und Drohnen, wie es im Ministerium hieß.

Der von den Militärs eingesetzte Ministerpräsident Ali Mahaman Lamine Zeine hatte am Montag erklärt, die Gespräche sollten "sehr schnell" zu einem Abzug der französischen Soldaten führen. Niger wolle aber "wenn möglich weiter mit dem Land zusammenarbeiten, mit dem wir so viel gemeinsam haben", sagte er.

Am Samstag hatten tausende Nigrer vor den französischen Stützpunkten im Land demonstriert und den Abzug der französischen Soldaten gefordert. Ein Teil von ihnen ist auf einem Luftstützpunkt in der Nähe der Hauptstadt Niamey stationiert, wo auch die Bundeswehr einen eigenen Flugbetriebsbereich unterhält. Die übrigen französischen Soldaten sind in Ouallam und Ayorou nahe der Grenze zu Burkina Faso und Mali stationiert.

Die Beziehungen Niameys zu Paris hatten sich zusehends verschlechtert, nachdem sich die ehemalige Kolonialmacht auf die Seite des gestürzten Präsidenten gestellt hatte. Zuletzt entzogen die Militärs dem französischen Botschafter in Niamey die diplomatische Immunität und wiesen die Polizei zur Ausweisung des Diplomaten an. Frankreich hat seinen Botschafter jedoch vorerst im Land belassen.

O.Pileggi--PV

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