Pallade Veneta - Freie Wähler steigen nach Flugblattaffäre in Bayern-Umfrage auf Allzeithoch

Freie Wähler steigen nach Flugblattaffäre in Bayern-Umfrage auf Allzeithoch


Freie Wähler steigen nach Flugblattaffäre in Bayern-Umfrage auf Allzeithoch
Freie Wähler steigen nach Flugblattaffäre in Bayern-Umfrage auf Allzeithoch / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Freien Wähler scheinen in der politischen Stimmung in Bayern von der Flugblattaffäre ihres Vorsitzenden Hubert Aiwanger zu profitieren. Im am Mittwoch vom Fernsehsender Sat.1 veröffentlichten "Wählercheck" erreichte die Partei ein Allzeithoch von 16 Prozent. Dies waren vier Prozentpunkte mehr als in der Umfrage des Instituts GMS vom August. Auch in einer Insa-Umfrage für die "Bild"-Zeitung konnten die Freien Wähler vier Prozentpunkte zulegen, dort erreichten sie 15 Prozent.

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In beiden Umfragen sind die Freien Wähler damit die neue zweitstärkste Kraft in Bayern. Für den repräsentativen "Wählercheck" befragte GMS von Montag bis Mittwoch 1003 Wahlberechtigte in Bayern. Mit Abstand vorn liegt dort die CSU mit 38 Prozent Zustimmung - ein Prozentpunkt weniger als im August. Die AfD liegt bei unverändert 14 Prozent, die Grünen sind mit einem Prozentpunkt weniger und 13 Prozent viertstärkste Kraft.

Die SPD sinkt einen Monat vor der bayerischen Landtagswahl auf nur noch acht Prozent. Die FDP mit vier Prozent und die Linke mit einem Prozent würden den Einzug in den Landtag verpassen. Die Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern liegt damit mit zusammen 54 Prozent weit vorn und kann wegen des Hochs der Freien Wähler die Zustimmung noch ausbauen.

Bei "Bild" sank die CSU im Vergleich zum Juli um einen Punkt auf 37 Prozent, während Grüne und AfD jeweils auf 14 Prozent kamen. Die Grünen verloren dabei einen Punkt, die AfD blieb konstant. Die SPD verlor zwei Punkte auf neun Prozent. Die FDP wäre mit vier Prozent bei einem Minus von einem Punkt ebenso nicht im Landtag vertreten wie die Linke mit gleichbleibend zwei Prozent.

Aiwanger hatte eingeräumt, dass während seiner Oberstufenzeit in seinem Schulranzen ein antisemitisches Flugblatt gefunden wurde. Sein Bruder gab an, dass er das Flugblatt verfasst habe. Trotz bundesweiter Kritik an Aiwanger entschied Söder am Sonntag, an seinem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister festzuhalten - 67 Prozent der Bayern finden dies der Sat.1-Umfrage zufolge richtig.

L.Barone--PV

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