Pallade Veneta - Grünen-Fraktionschefin mit neuem Vorstoß für Industriestrompreis

Grünen-Fraktionschefin mit neuem Vorstoß für Industriestrompreis


Grünen-Fraktionschefin mit neuem Vorstoß für Industriestrompreis
Grünen-Fraktionschefin mit neuem Vorstoß für Industriestrompreis / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Grünen haben einen neuen Vorstoß für einen subventionierten Industriestrompreis gemacht. Sie habe eine Einladung an alle Fraktionen ausgesprochen, darüber zu sprechen, sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Aus meiner Sicht ist es richtig, genau über diesen Industriestrompreis zu sprechen."

Textgröße ändern:

Bei einem Besuch bei der EU-Kommission in Brüssel haben sich auch die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer für solch einen subventionierten Industriestrompreis ausgesprochen. Dröge sagte, sie könne die Initiative der Länderchefs sehr gut nachvollziehen - diese hätten die Industriebetriebe vor Ort und bekämen deren Probleme angesichts hoher Strompreise unmittelbar mit.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich zuletzt gegen das Instrument ausgesprochen, während Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) es befürwortet. Zur möglichen Finanzierung eines Industriestrompreises verwies Dröge auf die im vergangenen Jahr zur Stabilisierung von Energiepreisen beschlossenen Kreditermächtigungen. "Die sind noch da."

Bei dem von Bundeskanzler Scholz vorgeschlagenen "Deutschland-Pakt" zur Modernisierung des Landes sieht Dröge eine große Einigkeit aller Parteien beim Thema Bürokratieabbau. Hier seien sich alle sehr einig, da die Unternehmen angesichts der vielen Bürokratie "geradezu wahnsinnig" würden. Es gehe dabei nicht darum, Schutzniveaus abzusenken. Dröge warb dafür, zum Bürokratieabbau die von Wirtschaftsminister Habeck vergangenen Monat vorgestellten Praxis-Checks auf alle Branchen anzuwenden.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Aktivisten: Mehr als 500 Menschen seit Jahresbeginn im Iran hingerichtet

Im Iran sind in diesem Jahr nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation bereits mehr als 500 Menschen hingerichtet worden. Die Todesstrafe sei mindestens 511 Mal vollstreckt worden, teilte die in Norwegen ansässige Organisation Iran Human Rights (IHR) am Donnerstag mit. Mindestens 29 Menschen seien im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten im Januar hingerichtet worden.

Rechtspopulistin Le Pen will Frankreichs EU-Beitrag herunterfahren

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen will im Fall eines Siegs bei der Präsidentschaftswahl den EU-Beitrag Frankreichs drastisch herunterfahren. "Es besteht kein Grund, warum wir mehr als fünf Milliarden Euro Nettobeitrag leisten sollten", sagte Le Pen am Donnerstag bei der ersten Debatte mit sechs weiteren Präsidentschaftskandidatinnen und -kandidaten in Paris.

Koalitions-Klausur in Münster, Razzia gegen Artgemeinschaft und Tod von Yayoi Kusama

Am 27. August 2026 tagen Spitzenpolitiker der Koalition in Münster zur Stabilisierung des Bündnisses. Parallel finden Razzien gegen den rechtsextremen Verein Artgemeinschaft statt, an denen AfD-Kandidaten beteiligt sein sollen. Zudem wird über die vermissten Opfer einer Flutwelle in Nepal und den Tod der Künstlerin Yayoi Kusama berichtet.

Bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher Ratko Mladic ist tot

Er ging als "Schlächter von Bosnien" in die Geschichte ein - nun ist der frühere bosnisch-serbische Armeechef Ratko Mladic nach jahrelanger Haft gestorben. Mladic, dessen Alter mit 83 oder 84 angegeben wird, starb am Donnerstag in einem Krankenhaus in Den Haag, wie der Rechtsnachfolger des Haager Tribunals mitteilte. Das Gericht hatte Mladic 2017 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt.

Textgröße ändern: