Pallade Veneta - Nato-Generalsekretär: Ukrainische Gegenoffensive kommt voran

Nato-Generalsekretär: Ukrainische Gegenoffensive kommt voran


Nato-Generalsekretär: Ukrainische Gegenoffensive kommt voran
Nato-Generalsekretär: Ukrainische Gegenoffensive kommt voran / Foto: Olga MALTSEVA - AFP

Die ukrainische Gegenoffensive kommt nach Angaben von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg voran. Die ukrainischen Streitkräfte hätten russische Verteidigungslinien durchbrechen können, "und sie rücken vor", sagte Stoltenberg in Brüssel. Die Gefechte seien schwierig und sehr heftig. Die Erfolge zeigten jedoch, wie wichtig die Unterstützung der Nato für Kiew sei. Der Kreml verurteilte unterdessen scharf die von den USA geplante Lieferung von Uran-Munition an die Ukraine.

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Die ukrainische Armee rücke zwar nicht so schnell vor wie erhofft, sagte Stoltenberg vor EU-Abgeordneten. Sie erziele aber Geländegewinne von etwa hundert Metern pro Tag. "Es wird schlechte und gute Tage geben", betonte der Nato-Generalsekretär. "Wir müssen der Ukraine nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Zeiten zur Seite stehen."

Bei ihrer Gegenoffensive hatte die Ukraine eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen eine wichtige russische Verteidigungslinie in der Region Saporischschja im Süden des Landes durchbrochen. Kiew räumte jedoch ein, dass die im Juni begonnene Offensive langsamer vorankommt als erwartet. Frontalangriffe waren durch die dichten Minenfelder der Russen ins Stocken geraten.

Die Nato-Staaten unterstützen die ukrainische Gegenoffensive mit Waffenlieferungen, darunter Kampfpanzer und gepanzerte Fahrzeuge. Am Mittwoch kündigte das US-Verteidigungsministerium ein neues Rüstungspaket für die Ukraine im Umfang von 175 Millionen Dollar (rund 163 Millionen Euro) an. Darin enthalten ist Munition mit abgereichertem Uran für die im Januar zugesagten US-Kampfpanzer vom Typ Abrams.

Die panzerbrechende Munition ist nach internationalem Recht nicht verboten. Ihr Einsatz ist aber umstritten, weil das Metall giftig ist - sowohl für die Soldaten als auch für Menschen, die im Kriegsgebiet leben.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die geplante Lieferung der Uran-Munition als "sehr schlechte Nachricht". Deren Einsatz habe in der Vergangenheit zu einem "ungezügelten Anstieg" von Krebserkrankungen geführt, sagte Peskow. Für einen solchen Anstieg der Krebsfälle trügen künftig die USA die Verantwortung.

Unterdessen nahmen die russischen Streitkräfte ukrainischen Angaben zufolge erneut das Gebiet um den Donauhafen Ismajil unter Beschuss. Bei den dreistündigen nächtlichen Angriffen seien zivile und Hafeninfrastruktur sowie ein Verwaltungsgebäude beschädigt worden, teilte der Regionalgouverneur von Odessa, Oleg Kiper, im Onlinedienst Telegram mit. Ein Lastwagenfahrer sei leicht verletzt worden.

Der Donauhafen Ismajil unweit der Grenze zu Rumänien ist seit dem Austritt Russlands aus dem Getreideabkommen im Juli zu einem der wichtigsten Exporthäfen für ukrainisches Getreide geworden. Nach ukrainischen Angaben wurde das Hafengebiet bereits vier Mal innerhalb von fünf Tagen angegriffen.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hatte Russland in der Nacht insgesamt 33 Drohnen abgefeuert, die meisten über der Region Odessa. 25 russische Drohnen wurden demnach zerstört.

Seinerseits meldete Russland den Abschuss von fünf ukrainischen Drohnen über der Region um Moskau, in der Stadt Rostow am Don im Südwesten des Landes sowie in der Region Brjansk. In Rostow am Don schlug eine Drohne einem AFP-Reporter zufolge rund 500 Meter vom Armee-Hauptquartier entfernt ein. Gouverneur Wassili Golubew berichtete von einem Verletzten.

ans/ju

O.Merendino--PV

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